Weihnachten und vor allem die Adventszeit rücken immer näher. Und somit auch die Sternenwunschaktion der Gemeinde Pliezhausen. 2010 startete die Verwaltung in Kooperation mit der Initiative Lillebror dieses Projekt. Seit 2016 hat Cornelia Leutenecker die Organisation federführend übernommen. Gedacht ist die Aktion für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien. So soll den Kleinsten eine besondere Freude gemacht werden. Das Konzept hat sich bewährt. Bislang gab es immer mehr Spender als Wünsche. Selbstverständlich hoffen Cornelia Leutenecker und ihre Kollegin Astrid De Bonis, die seit knapp zwei Jahren mit involviert ist, dass es auch in diesem Jahr funktioniert. Das Projekt ohne die Initiative zu stemmen sei arbeitsintensiv, aber es lohne sich, betonen Bürgermeister Christof Dold und Cornelia Leutenecker. Die Resonanz der Pliezhäusener auf die Aktion sei von Anfang an sehr gut gewesen und zeige auch, wie die Gemeinde zusammenhält.

Schließlich bleiben die Geschenke in der Gemeinde. Gerade das, so Dold, mache für viele auch einen Unterschied. Die Wünsche kommen aus Pliezhausen und werden durch die Bürger erfüllt. Es ist eine soziale Verantwortung, die der Gemeinde zugute kommt, erklärt Dold. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Anonymität. Wer ins Rathaus geht und einen Wunsch für seine Kinder bis 18 Jahren abgeben möchte, muss dies nicht in der Öffentlichkeit tun, sondern bei Cornelia Leutenecker im Büro. Die Daten, die nötig sind, um bei der Aktion mitzumachen, werden nicht gespeichert. Sie dienen lediglich dazu, die Bedürftigkeit nachzuweisen, „und werden dann quasi geschreddert“, sagt Dold. Nachweise wären ein Hartz IV Bescheid, ein offizielles Schreiben der Schulsozialarbeit, Kirchengemeinde oder auch durch die Kindergartenleitung. Familien, die am Existenzminimum leben, sollen so die Chance erhalten, ein besonderes Geschenk unter den Weihnachtsbaum zu legen. Auf den Wunschstern kommen jedoch folgende Daten: Mädchen oder Junge, Alter und selbstverständlich der Wunsch. Für die Gemeinde kommen noch die Namen hinzu, um die Geschenke intern den Spendern zuzuordnen. Auf die gelben Sterne werden die Wünsche geschrieben. Noch bis Freitag, 16. November, können diese im Rathaus abgegeben werden. Das Geschenk darf einen Wert von 25 Euro nicht übersteigen.

Die Spender haben ab Montag, 26., bis Freitag, 30. November, Zeit, sich einen Stern aus dem Büro von Cornelia Leutenecker zu pflücken. Die Geschenke sollten dann bis Mittwoch, 12. Dezember, abgegeben werden.

Soziales Engagement in der Gemeinde

In Pliezhausen gibt es nicht allein die Sternenwunschaktion. Die Gemeindeverwaltung hat zudem einen Sozialfonds. Dieser ist beispielsweise dazu gedacht, einen Sternenwunsch zu erfüllen, falls es einmal nicht genügend Spender geben sollte.
Das jährliche Budget beläuft sich auf etwa 5000 Euro. Selbstverständlich muss auch hier eine Bedürftigkeit nachgewiesen werden.