Zwischen den Jahren, sagt man gerne zu den Tagen, die von Weihnachten bis zum Dreikönigstag dahindümpeln. Sie sind zumindest in Metzingen geprägt von einer gewissen Hektik. Bauhofmitarbeiter stellen in den Zufahrtsstraßen zu Wohngebieten halbseitig Durchfahrtssperren auf, sodass Anlieger noch durchkommen, Auswärtige aber abgeschreckt werden. Das liegt an den Kunden der Outletcity. Sie haben frei und kaufen ein. Es geht ihnen zumindest finanziell besser als denen, über die wir in unserer Weihnachtsaktion „Die gute Tat“ berichtet haben. Menschen, die mitten unter uns leben, die nicht auffallen, weil sie sich alle Mühe geben, den Schein der Bürgerlichkeit aufrechtzuerhalten, obwohl ihnen das Wasser bis zum Hals steht.

Es sind Menschen, die einen gut bezahlten Job verloren haben und nun einer schlecht bezahlten Tätigkeit nachgehen. Menschen, die nicht arbeiten können, weil sie krank sind. Die sich von uns haben porträtieren lassen, wollten nicht, dass ihr Name bekannt wird. Niemand soll schlecht über sie denken. Ihr Werdegang ist so unterschiedlich wie die Zahl ihrer Kinder oder die Träume, denen sie nachhängen, sofern ihnen das Leben Zeit für so viel Muße lässt. Eines aber haben sie gemeinsam: Immer wieder geraten sie in finanzielle Not, weil aus unterschiedlichen Gründen Ebbe in der Kasse ist.

Geld vom Amt

Oft kommt das Geld vom Amt nicht rechtzeitig an. Die Gründe dafür sind meist banal: Ein Antragsformular bleibt zu lange liegen oder wird vergessen einzureichen. Doch die Folgen können fatal sein. Wenn die Mutter zweier Kinder weder Geld auf dem Konto noch im Portemonnaie hat, fällt das Einkaufen schwer.

In solchen Fällen helfen die Diakonischen Bezirksstellen in Metzingen, Bad Urach und Münsingen mit Geld aus ihrem Nothilfefonds. Der freilich basiert auf Spenden. Umso wichtiger ist es, auf diese Art von Hilfe aufmerksam zu machen, denn sie ist vollkommen unbürokratisch und kommt ganz ohne Formulare aus.

Die gute Tat

Bislang haben unsere Leser für die Weihnachtsaktion unserer Zeitung „Die gute Tat“ 11 602 Euro gespendet. Geld, das komplett in den Nothilfefonds der Diakonischen Bezirksstellen fließt und deswegen direkt bei denen ankommt, die die Hilfe sofort und ohne lange Prüfung benötigen. Die Leiterinnen der Bezirksstellen, Susanne Bauer (Metzingen), Susanne Schur (Bad Urach) und Ina Kinkelin-Naegelsbach (Münsingen), haben freilich ein Auge darauf, dass Missbrauch ausgeschlossen ist. Sie kennen ihre Klienten, und sie erleben oft, wie dankbar diese sind. Manche bezahlen das Geld zurück, sobald sie können. Andere bringen ein Stück selbst gebackenen Kuchen vorbei. Sie gehen mit der ihnen gewährten Finanzhilfe nicht in die Outletcity, ihre Luxusgüter heißen Joghurt für die kleine Tochter oder warme Winterschuhe für den Sohn.

Dass unsere Leser so fleißig spenden, ist eine schöne Sache. Und ein Beweis für gelebtes Engagement. Die unter uns leben, sollen auch Freude empfinden dürfen. Ihre Kinder sollen aufs Schullandheim nicht wegen des Geldes verzichten müssen. Herzlichen Dank an alle Spender, und vielleicht machen wir die 15 000 Euro gemeinsam ja noch voll.

Fast 12 000 Euro bislang: Auf unsere Leser ist auch dieses Mal Verlass


Dank Ihrer Spenden konnten das Metzinger-Uracher-Volksblatt/Der Ermstalbote, die Reutlinger Nachrichten und der Alb Bote in den vergangenen Jahren viele soziale Projekte oder Einrichtungen in unserer Region unterstützen.
Das WIM-Haus etwa, die Diakonische Bezirksstelle, das Ferientagheim in Metzingen, die Tafelläden in Metzingen, Bad Urach und Münsingen, die Matizzo-Stiftung sowie die Afrika-Hilfe des Kirchenbezirks Bad Urach/Münsingen und das DRK konnten schon mit Spenden bedacht werden. Im Vorjahr war die Kindergruppe der Oberlin-Jugendhilfe für Kinder psychisch kranker Eltern an der Reihe.
Dieses Mal gehen die Spenden unserer Leser an den Nothilfefonds der Diakonischen Bezirksstellen in Metzingen, Bad Urach und Münsingen.

Folgende Personen haben bereits gespendet: Ute Schweizer, Natalie Reiff, Hanna Henzler, Karin Götz, Albert Ebinger, Dr. Markus und Heike Berger, Margrit Vogel, Rosemarie Brändle, Rainer Baur, Monika Schell, Wolfgang Ihle, Rudolf Plate, Rudi und Regina Wurster, Friederike Makas, Berndt Meinhardt, Waltraud Wilhelm, Alexander und Tanja Abel, Angelika Menge, Dr. Ernst Martin Dompert-Schülke, Christa Müller, V. Strähle GmbH Holz- und Bautenschutz, Stefan Ruckh, Anette Reutlinger, Ulrike Klein, Eva Gabriele Saur, Dietlinde Altena, Gabriele Czerny, Gerlind Enssle, Thomas Steffan, Maranne Begiatto, Doris Gröger, Kurt Rall, Sabine Constantin, Ernst und Sieglinde Krämer, Hans und Elsbeth Dangel, Jutta Widmann, Bärbel Schrade, Roland und Margarete Ganter, Brigitta Klesch, Robert Stefan Schmid, Peter Schneider, Marit Schwenkel, Thomas und Susanne Bühl, Dr. Ulla Köpf, Ingeborg Schwarzkopf, Harald Zimmermann, Roland Sdero, Martin Eininger, Karl-Heinz Wenzelburger, Irma Mergner, Hildegard Helmer, Barbara Anders, Wilfried und Brigitta Klaffke, Elke Rometsch, Katrin Buchfink, Heinz Walter, Veronika und Gerd Drissner, Rainer Knecht, Renate Ebert, Elsbeth Pratz, Christine Stiefel, Doris Romberg, Christl Wenzel, Helmut und Thomas Enssle, Eckhard Müller, Renate Sailer, Christian Hermann, Bärbel Grandke, Katja Müller, Sabine Kusterer, Hans und Inge Nüssle, Dietmar Euchner, Thorsten Barth und Andrea Dohr, Wolfram Woerner, Christina Klopsch, Jürgen Rösner, Heide Knecht, Martin Schlipphak, Iris Bader, Ralf Baumann, Hans Duhatschek, Lilly Schumm, Susanne Greiner, Marianne Dünow, Heiderose Koch-Sdero, Ernst Trumpp, Dr. Hartmut Brandt, Karin Schulz, Sylvia Wehmeier, Sabine Greiner, Paul Stiefel, Rainer Messmer, Siegfried Metzger, Simone Überfuhr, Margrit Sauter, Hubert Kemmler, Annerose Kramer, Inge Ruopp, Betten Pfaeffle GmbH Metzingen, Helmut Reitz, Gretel Baur, Dr. Fritz und Martina Kemmler, Andreas und Angelica Rittershofer, Michael und Ursula Sünkel, Erich und Erika Barner, Peter Jentzsch, Ruth Ernst, Cornelia Boßler, Martina Klett, Martin Dolmetsch, Alfons Wegmann, Günter Fischer, Willi und Edelgard Schwaiger, Angelika Gut-Gruschka, Elisabeth Kirchner, Elisabeth Pfister, Ulrike Schwegler, Bernhard Mezger, Waltraud Knöpfler, Karl Schnizer, Albrecht und Gerlinde Widmann.

Spenden für die Weihnachtsaktion „Die gute Tat“ richten Sie bitte an Georg Hauser GmbH & Co KG unter dem Stichwort „Weihnachtsaktion“ an die Volksbank Ermstal-Alb, IBAN: DE 03 6409 1200 0233 4340 03, oder an die Kreissparkasse Reutlingen, IBAN: DE 33 6405 0000 0000 900 5 40. Eine Spendenbescheinigung wird nach Ende der Aktion ausgestellt. Dazu muss bei der Spende oder Überweisung unbedingt die vollständige Adresse des Spenders angegeben werden. Bei einer Spende bis 200 Euro reicht fürs Finanzamt allerdings der Kontoauszug.