Die momentanen Wetterverhältnisse mit Eisregen und anhaltendem Schneefall haben dazu geführt, dass der St. Johanner Bauhof nach Absprache mit dem Forstamt und mit Bürgermeister Florian Bauer manche Forstwege gesperrt hat. „Vereiste Äste von Bäumen sind zwar wunderschön, aber unter Umständen lebensgefährlich“, erklärte Bauer. „Wir sind für das Wohl unserer Bürger und aller Besucher verantwortlich, deshalb kommen wir um einige Sperrungen nicht herum“, so Bauer weiter.

Der St. Johanner Bürgermeister mahnt eindringlich, die Sperrungen nicht zu missachten: „Es ist in höchstem Maße fahrlässig, wenn einige Leute diese Absperrungen öffnen, durchfahren und anschließend nicht wieder schließen.“ Sollte es in den nächsten Tagen wie angekündigt zu weiteren massiven Schneefällen kommen, werden die Sperrungen aufrecht erhalten bleiben, blickt Bauer voraus, der zugleich um Verständnis wirbt: „Unser Bauhof und alle Dienstleister sind darum bemüht, den Schneemassen Herr zu werden. Wir bitten um Verständnis, wenn die Männer nicht überall gleichzeitig sein können!“

Aufgrund von Schneebruch-Gefahr war gestern auch die Grabenstetter Steige zeitweise gesperrt, voll gesperrt ist weiterhin auch die Landesstraße 252 zwischen Böhringen und Donnstetten. Für den gesamten Landkreis Reutlingen warnt das Polizeipräsidium vorsorglich vor Schnee- und Eisbruchgefahr und Gefahren durch umgestürzte Bäume. Auch Werner Gamerdinger vom Kreisforstamt in Münsingen spricht von einer „Druck- und Bruchgefahr“. Spaziergänger sollten im Wald Vorsicht walten lassen und Wege mit augenscheinlichen Gefahren meiden. Wie hoch die Schäden durch den Schneebruch bisher ausgefallen sind, kann Gamerdinger nicht sagen. „Die Förster sind erst dabei, sich einen Überblick zu verschaffen“, erklärt der Amtsleiter des Kreisforstamtes.