Der Schäferlauf wird in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen, dies gab die Deutsche Unesco-Kommission im Rahmen der Kultusministerkonferenz heute in Berlin bekannt. Die drei Schäferlaufstädte Bad Urach, Markgröningen und Wildberg hatten den entsprechenden Antrag vor rund einem Jahr gemeinsam erarbeitet und eingereicht.

Das Expertenkomitee würdigte den Schäferlauf als wandlungsfähige und lebendige Kulturform mit jahrhundertelanger Tradition. Auch die generations- und herkunftsübergreifende Mitwirkung der lokalen Bevölkerung an den Schäferläufen wurde von den Experten positiv bewertet.

„Wir freuen uns sehr über diese große Anerkennung für unser Fest“, sagte Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann nach Bekanntwerden der Auszeichnung, „denn nur wenige Bräuche und Heimatfeste können auf eine so lange und lebendige Tradition zurückblicken wie der Schäferlauf“. Auch in den beiden anderen Schäferlaufstädten war die Freude heute riesengroß. „Wir wollen die Auszeichnung später auf jeden Fall noch gemeinsam mit Markgröningen und Wildberg feiern, sobald wir die Ernennungsurkunde offiziell in Händen halten“, wie Rebmann abschließend anfügte.

Der Schäferlauf befindet sich mit dieser Auszeichnung in guter Gesellschaft. So zählen zum Beispiel auch das Peter-und-Paul-Fest in Bretten oder die Passionsspiele in Oberammergau zum Immateriellen Kulturerbe.

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