Schulentwicklung Rektor Heidt sieht stabile Schülerzahlen

Die Grund- und Werkrealschule St. Johann wird in absehbarer Zeit mehr Räume benötigen. Die Nachmittagsbetreuung und der Schulsozialarbeiter sollen in Kürze in einem eigenen Gebäude untergebracht werden, entschied jüngst der St. Johanner Gemeinderat.
Die Grund- und Werkrealschule St. Johann wird in absehbarer Zeit mehr Räume benötigen. Die Nachmittagsbetreuung und der Schulsozialarbeiter sollen in Kürze in einem eigenen Gebäude untergebracht werden, entschied jüngst der St. Johanner Gemeinderat. © Foto: Archiv
Würtingen / Alexander Thomys 12.10.2018

Wurde früher von der Landflucht gesprochen, so wandelt sich dies in Zeiten von Mietpreisdiskussionen und wachsender Mobilität vor allem in den Albgemeinden am Albtrauf. Wachsende Kinderzahlen im Ort lassen daher auch Rektor Thomas Heidt von der Grund- und Werk­realschule St. Johann positiv in die Zukunft schauen. „Die Grundschule wird wohl stabil zweizügig bleiben“, sagt Heidt im Blick auf die kommenden fünf Jahre. Für die Werkrealschule habe es zuletzt 24 Anmeldungen für die neue fünfte Klasse gegeben. „Auch hier rechne ich mit einer stabil einstufigen Sekundarstufe“, prognostiziert Heidt.

Die steigenden Kinderzahlen würden sich allerdings in Zukunft in größeren Klassen in der Grundschule abbilden. „Das sogenannte Gartenzimmer wird dann als Klassenzimmer zu klein“, blickt Heidt voraus. Schon heute sei die Schule „logistisch ausgereizt“, erklärt der Rektor. So seien die Fachräume allesamt auch als Klassenzimmer belegt, was vor allem die Vorbereitung für den Fachunterricht, etwa in Chemie oder Musik, erschwere.

Der Rektor hofft daher auf eine Erweiterung der GWRS: „Wir haben keine Aula, keine Mensa. Da braucht es ein Raumkonzept, um aufzuzeigen, wohin die Reise gehen kann. Gerne zu mehr Raum. Denn diesen brauchen wir eigentlich dringend.“ Im St. Johanner Gemeinderat kam daher der Wunsch auf, die Schule zur Ganztagesschule zu entwickeln. Für diesen Schultyp winken mehr Fördermittel. Dann wäre die Ganztagsbetreuung allerdings nicht mehr freiwillig, da in diesem Fall auch mehr Unterricht an den Nachmittagen verpflichtend wäre. Die Mehrheit der Gemeinderäte schien von einer solchen Pflicht zurückzuschrecken. Horst Lamparter sprach sich dennoch für die Entwicklung zur Ganztagesschule aus. „Heute sind beide Elternteile berufstätig. Eine Ganztagesschule würde angenommen werden“, ist er sich sicher.

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