Adventskonzert Ode an die Freude und Stille Nacht

In der Christuskirche spielte der Musikverein Hülben in beeindruckender Manier auf.
In der Christuskirche spielte der Musikverein Hülben in beeindruckender Manier auf. © Foto: Privat
Hülben / swp 07.12.2018

Als zweites Türchen des lebendigen Adventskalenders lud der Musikverein Hülben am vergangenen Sonntag zu seinem traditionellen Kirchenkonzert ein. Zu Gehör kamen in der gut besuchten Christuskirche unter der Leitung von Regina Korneck sowohl moderne Blasmusik als auch traditionelle Weihnachtslieder.

 Albert Kullen als Vorsitzender des Kirchengemeinderats begrüßte die Musiker in dem Gotteshaus. Das Programm sah dieses Mal etwas anders aus als in den Vorjahren. So wurden zusätzlich zum eigentlichen Konzertprogramm stimmungsvolle Momente eingebaut, in denen Texte zum Advent vorgelesen wurden, umrahmt von Weihnachtsliedern.

Sein Können zeigte der Musikverein bereits beim ersten Stück „Ode an die Freude“, in dem sich das Ensemble als harmonischer Klangkörper präsentierte. In dem Konzertwerk „Cassiopeia“ von Carlos Marques kamen alle Register voll zur Geltung. Neben gewaltigen Klängen und großen Melodiebögen bei den Blechbläsern bestach das Holzregister durch Virtuosität in den schnellen Passagen und musikalischer Feinheit in den ruhigen Abschnitten. Das Schlagwerk trug durch seine präzise Spielart und dem Wechselspiel der einzelnen Instrumente zum Erfolg dieses Stücks bei.

Musik im Kerzenschein

Charakterlich ganz anders stellte sich das Stück „Greensleeves“ dar. Die englische Weise bestach vor allem durch lyrische Stellen. Fehlen durfte natürlich auch ein Weihnachtslieder-Medley nicht: mit „Christmas Joy“ brachte der Musikverein ein Potpourri englischer Weihnachtslieder zu Gehör. Mit „An Englisch Sea Song Suite“ zeigten die Hülbener ihre musikalische Wandelbarkeit. Sowohl rhythmisch komplexe Sätze als auch kammermusikalisch besetzte Stellen wurden mit viel Feingefühl musiziert. Im gleichen Stil erklang „Jerusalem“, fester Bestandteil der „Last Night of the Proms“. „The Sound of Silence“, ursprünglich von Simon and Garfunkel, präsentierte sich in einem dramaturgisch exzellent gesetzten Arrangement von James L. Hosay.

Beginnend mit einer ruhigen Einleitung, steigerte sich das Stück bis zu einem großen, emotionalen Orchesterklang, um dann wieder, ganz im Sinne des Titels, im piano zu enden. Mit dem Werk „Glacier Express“ beschloss der Musikverein Hülben sein Kirchenkonzert. Nach dem gemeinsam gesungenen und musizierten „Tochter Zion“, gab es noch eine kleine Überraschung für die Besucher: zum Klang von „Stille Nacht“ wurden Kerzen in der ganzen Kirche verteilt, welche die völlig abgedunkelte Kirche in einen warmen Lichterschein eintauchte. 

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