Pliezhausen/Dörnach / swp Die evangelische Doppelgemeinde bekommt eine neue Seelsorgerin: Pfarrerin Julia Kling wird am 24. März ins Amt eingesetzt.

Die evangelischen Kirchengemeinden Pliezhausen und Dörnach bekommen eine neue geschäftsführende Pfarrerin. Julia Kling beginnt am 11. März ihre Arbeit. Dekanin Elisabeth Hege führt die Seelsorgerin am 24. März im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich in ihr neues Amt ein.

Julia Kling folgt auf Helmut Stepper, der Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand gegangen ist. Gemeinsam mit der zweiten Pfarrerin Sibylle Rupp wird sie in Zukunft die rund 2.800 evangelischen Christen in den beiden Nachbargemeinden begleiten. Die ersten Wochen allerdings noch von ihrem bisherigen Wohnort Faurndau aus, bis sie im April ins Pliezhäuser Pfarrhaus einziehen kann. Sie habe ihre künftige Wirkungsstätte schon bei mehreren Besuchen kennengelernt, erzählt die neue Pfarrerin.

Vielseitige Gemeinden

Die Vielseitigkeit der Gemeinden mit ihren vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, den vielen Gruppen und Kreisen und einer attraktiven Jugendarbeit habe sie zum Staunen gebracht. „Ich freue mich ein Teil davon zu sein“, so Julia Kling. Für die 29-Jährige ist Pliezhausen-Dörnach die erste Pfarrstelle nach ihrem Vikariat.

Der neuen Aufgabe sieht sie sehr zuversichtlich entgegen. Sie müsse sich anfangs „in vieles einarbeiten“, weiß die Pfarrerin und fügt hinzu: „Aber ich lerne gern, und deshalb schreckt mich das nicht“. Was es bedeutet, eine Kirchengemeinde zu leiten, weiß die Tochter eines Pfarrers und einer Pfarrerin seit ihrer Kindheit. Aufgewachsen ist Julia Kling in Flein bei Heilbronn. Als Jugendliche zog sie mit ihrer Familie in den Nordschwarzwald nach Calw, wo ihr Vater Dekan wurde. Dort machte Julia Kling ihr Abitur und studierte in Tübingen und Zürich Theologie.

Es folgte das Vikariat, die praktische Ausbildung einer Pfarrerin, und zwar im Göppinger Stadtteil Faurndau. Der Konfirmandenunterricht und der Kontakt zu jungen Familien waren Arbeitsfelder, die Julia Kling während ihres Vikariats besonders am Herzen lagen. Die Gottesdienstgestaltung und das Ausprobieren verschiedener Gottesdienstformen ist für die Theologin ein weiterer Schwerpunkt, den sie in Zukunft gerne ausbauen möchte.

Julia Kling ist verheiratet. In ihrer Freizeit liest sie gerne skandinavische Krimis und ist kreativ-künstlerisch unterwegs, wie sie sagt, beispielsweise an der alten Nähmaschine, die sie von ihrer Großmutter geerbt hat. Zudem singt sie gerne und spielt Klavier. Am vergangenen Sonntag wurde Julia Kling am Ende ihres Vikariats feierlich in den Dienst als Pfarrerin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg berufen. Für diesen Ordinationsgottesdienst haben sich die junge Theologin und ihre Mitvikare einen Satz aus Psalm 31 ausgesucht, der Zuversicht und Lust ausdrückt, in den Pfarrdienst zu starten. Dort sagt ein Mensch zu Gott: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“.

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