Blog Lucas Weyrich: Meine ersten Tage am US-College

Fremont/USA / Giovanni De Nitto & Lucas Weyrich 29.08.2018

Der Bad Uracher Lucas Weyrich ist ein junger ambitionierter Hürdensprinter. Der 18-Jährige hat im August 2018 ein Studium in den USA begonnen, weil er dort optimale Trainingsbedingungen vorfindet. Seinen Traum, an einer Universität im Mittleren Westen Sportmanagement zu studieren, konnte er über eine Crowd-Funding-Aktion und einem Stipendium an der Midland Universtiy mit Sitz in Omaha, Nebraska verwirklichen.

Der 1,85 Meter große Hürdenläufer aus der Zittelstatt war für die Leichtathleten der TuS Metzingen aktiv, im kommenden Jahr wird er aber für den LAZ Saar 05 an den Start gehen. Davor hat er gekickt, ebenso wie sein Vater Hubert trug er das Trikot des FV Bad Urach aufs Spielfeld.

Auf diesem Blog wird Lucas Weyrich über seine Erlebnisse und Erfahrungen in Amerika chronologisch berichten. Viel Spaß beim Lesen!

29. August 2018, Lucas Weyrich:

Die ersten Wochen an der Midland University

„Es ist ziemlich verrückt, dass ich nun bereits über zwei Wochen in den Staaten. Nach einem sehr emotionalen Abschied von Freunden und vor allem von der Familie, ging es am Montag den 13. August 2018 ins Flugzeug von Frankfurt nach Dallas, Texas. Von dort aus sollte es am gleichen Tag noch mit einem weiteren Flug nach Omaha, Nebraska gehen. Da aber das Wetter den Flughafen in Dallas zum Teil lahmlegte, wurde mein Flug gestrichen und ich konnte erst am nächsten Tag weiterfliegen. Ein Glück, dass einer der Leichtathletik-Teamkollegen aus Dallas kommt. Dieser hat mich am Flughafen abgeholt und ich konnte die Nacht bei ihm verbringen.

Nach dem ich dann endlich nach 40 Stunden in Fremont, Nebraska an der Midland University angekommen war, stand erst mal das einchecken auf dem Programm. Es folgte ein großer Einkauf: eine Decke, Kissen, Vorhänge und vor allem ein Ventilator mussten her. Bei mindestens 30 Grad im Schatten, sicherlich nicht unwichtig. Am selben Abend ging es direkt mit Einführung auf dem Campus weiter. Dort habe ich einige der anderen Freshmen („Erstsemester“) kennengelernt. Diese haben mich auch gleich sehr gut aufgenommen. Alle waren sehr interessiert über das Leben in Deutschland, die deutsche Sprache oder auch wieso es mich in die Staaten verschlagen hat. Die Einführungswoche war vollgepackt mit Infos, Übungen, Gesprächen, und Terminen. Nicht ohne Grund hatte ich die ersten drei, vier Tage extremes Heimweh und habe mich ständig hinterfragt, ob es die richtige Entscheidung war, in die USA zu gehen. Doch nach ein paar Telefonaten mit meiner Familie und durch die Aufheiterung meiner neuen Freunde, war das Heimweh auch wieder so schnell weg wie es kam. Wir haben mit meinen neuen Kollegen einiges unternommen: wir waren zum Beispiel an einem See nicht weit von Fremont und haben dort ganz klassisch ein amerikanisches Barbecue abgehalten. Außerdem sind wir im Kino gewesen, hatten Spaß in einer Trampolinhalle und sind nach Omaha zum Einkaufen gefahren.

Die ersten Tage auf dem College

Ebenfalls interessant und aufregend waren die ersten Unterrichtstage am College. Ungewohnt im Gegensatz zu dem Schulleben in Deutschland war die Tatsache, dass von einem Student sehr viel Eigenleistung abverlangt wird. Ich musste in den ersten Tagen erst herausfinden wie ich meine Zeit am besten einteile. Der Unterricht macht Spaß. Aufgrund meines Majors, also meines Studiengangs „Human Performance“ (Menschliche Anatomie im Sport) und Sportmanagement, habe ich unter anderem die Fächer: „Principles of Marketing“ (Grundlagen des Marketing), „Introduction to Human Performance“ (Einführung in Human Performance) – aber auch Fächer wie Englisch stehen auf meinem Stundenplan.

Ab dem 10. September werden dann auch täglich drei Stunden Leichtathletik-Training auf meinem Stundenplan stehen. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei HOPZ Fitness in Bad Urach bedanken, die mich tatkräftig unterstützen und fördern. Ich freue mich nun sehr auf die ersten Trainingseinheiten mit meinem neuen Coach und Teamkollegen. Doch bevor es ernst wird, fahre ich per Kurztrip nach Dallas. Ich werde dort unter anderem ein Hip-Hop-Konzert besuchen und die Stadt ein wenig kennenlernen. Danach geht’s zurück ans College und dann geht´s richtig los. Liebe Grüße und bis bald. Euer Lucas.“

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