Seit 2015 ist der Landkreis in der europäischen Leader-Förderung für den ländlichen Raum. Diese große Chance haben wir gut genutzt“, sagte Landrat Thomas Reumann bei der Sitzung des Kreisausschusses für technische Fragen und Umweltschutz, die am Montag in der HAP-Grieshaber-Halle stattfand. Einstimmig wurde an diesem Tag beschlossen, eine erneute Bewerbung als Leader-Region für die neue Förderperiode 2021 bis 2027 zu unterstützen.

Das Leader-Regionalmanagerduo Mittlere Alb, Elisabeth Markwardt und Hannes Bartoll, legte die Erfolgsbilanz der Jahre 2014 bis 2020 vor. Das Aktionsgebiet umfasst 20 Gemeinden in vier Landkreisen. 39 Projekte waren in den Feldern „Lebenswerte Dörfer“, „Soziales“ und „Kulturelles Leben“ sowie „Regionale Wirtschaft“ durch regionale Akteure entwickelt und durch Leader gefördert worden. 25 Projekte sind mittlerweile abgeschlossen, zehn sind in der Umsetzung, für vier wird derzeit die Bewilligung beantragt. Rund 2,1 Millionen Euro flossen aus der EU in die Region. Damit wurden die in Aussicht gestellten Mittel so gut wie vollständig ausgeschöpft. Weitere 173 000 Euro kamen aus Bundes-, 833 000 Euro aus Landesmitteln. Die Gesamtinvestitionssumme  beträgt rund 8,57 Millionen Euro. Wie die beiden Manager mitteilten, wurden im Mai 2020 zusätzlich 500 000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt. Zurzeit läuft das Projektauswahlverfahren.
Markwardt und Bartholl lobten „Leidenschaft und Enthusiasmus“ der Akteure. Als Beispiele nannten sie die Wiederbelebung des Backhauses in Erkenbrechtsweiler, den Ausbau der Scheunenwerkstatt Hohenstein zur Begegnungsstätte und das inklusive Theaterprojekt „Hierbleiben… Spuren nach Grafeneck“.
Fast vollständig vergeben wurden auch die Fördermittel für Kleinprojekte, von denen 20 ausgewählt wurden. Hier beträgt die Gesamtinvestition 296 955 Euro. Zu den Kleinprojekten zählen die Anschaffung von Büchern und kindgerechtem Mobiliar in Ehestetten, die Ausstellung „Kelten auf der Haid“ oder die Anschaffung eines Hackgeräts für den ökologischen Landbau.