Mein Leben. Meine Region Katharina Beddies - Zwischen OP-Saal und großer Handballbühne

Metzingen / Giovanni De Nitto 09.05.2018
Interessante Menschen aus der Region stehen in der Interview-Reihe: „Mein Leben. Meine Region“ im Fokus. Menschen, die eine spannende Geschichte zu erzählen oder eine außergewöhnliche Vita haben – wir stellen sie authentisch und sehr persönlich vor.

Katharina Beddies gehört seit 2011 dem Kader des Bundesligisten TuS Metzingen an, damit ist sie ein Aushängeschild der Region in Sachen Frauen-Handball! Die 1,63 Meter große, sympathische Linksaußenspielerin ist absolute Leistungsträgerin und zudem Publikumsliebling bei den Pink Ladies, wie die Handballerinnen liebevoll von ihren Anhänger genannt werden. Handballspielen lernte sie beim Lokalrivalen VfL Pfullingen und trotz ihres noch jungen Alters kann Katharina bereits beachtliche sportliche Erfolge aufweisen. Die ehrgeizige 24-Jährige verlängerte gerade ihren Vertrag bei TuS Metzingen um ein Jahr – aber Katharina denkt auch zweigleisig, und neben ihrer Sportkarriere hat sie auch ihren beruflichen Werdegang fest im Blick.

Fakten-Check:

Name: Katharina Beddies
Alter: 24
Wohnort: Gebürtig aus Pfullingen
Position: Linksaußen
Trikotnummer: 66
Sportliche Erfolge: Deutscher B-Jugend-Meister 2010, Aufstieg 1. Bundesliga 2012, 4. Platz Junioren-WM 2014, Deutscher Vizemeister 2016, Finale EHF-Pokal 2016.
Größte Stärke: Ehrgeizig, zielorientiert, liebe- und respektvoll.
Größte Schwäche: Ungeduld.

Entweder-oder-Fragen:

Schokolade oder Gummibärchen?
Mallorca oder Ischgl?
Minnie Mouse oder Daisy?
Toten Hosen oder Rihanna?
Flip-Flops oder Sandalen?
Gemüseteller oder Zwiebelrostbraten?

Vervollständige die Sätze:

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ….. ein Bär.
Mein tägliches Morgenritual ist… Zähneputzen.
Ohne … gehe ich nicht aus dem Haus. mein Handy
Wenn ich Bundeskanzlerin wäre, würde ich… ehrlich, diesen Job würde ich nicht machen wollen.
Ich wollte schon immer mal nach … Afrika.
Wenn ich für den Rest meine Lebens eine Sache essen müsste, wäre es… Quark.



Wir haben ein interessantes und authentisches Gespräch mit Katharina Beddies über ihre sportliche und auch berufliche Zukunft geführt.


Katharina, Du bist seit 2011 bei der TuS Metzingen und hast Deinen Vertrag gerade um ein Jahr verlängert. Was gefällt Dir hier?

Wir haben in Metzingen ein gutes Team, sind professionell aufgestellt, besitzen sehr gute Rahmenbedingungen und haben sensationelle Fans.

Wie oft trainierst Du in Metzingen und wie sieht generell Deine Woche als Handball-Bundesliga-Spielerin aus?

Das variiert von Spielerin zu Spielerin ein wenig und hängt auch vom jeweiligen Beruf ab. In Vorbereitung sind es bis zu zwölf, während der Saison bis zu zehn Trainingseinheiten in der Woche – zuzüglich der Punkt- oder Pokalspiele.

Du wurdest erstmalig in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen! Welche persönlichen Ziele hast du noch und was möchtest Du mit der TuS Metzingen noch erreichen?

Ich gebe immer alles, möchte immer so gut wie möglich spielen und mich dabei weiterentwickeln. Unser großer gemeinsamer Traum ist es, einen Titel mit Metzingen zu gewinnen und das mit unseren Fans ausgiebig zu feiern.

Was ist in dieser Saison noch mit der TuS Metzingen möglich?

Wir sind alle fokussiert, werden alles geben und wollen uns am Ende für einen europäischen Startplatz qualifizieren. Auf das Final Four in der Stuttgarter Porsche-Arena am 19. und 20 Mai 2018 freuen wir uns natürlich im Besonderen.


Du kommst aus der Region und bist absoluter Publikumsliebling in der Metzinger Öschhalle – ist das Motivation oder Druck für Dich?

Natürlich Motivation! Es ist ein tolles Gefühl aufzulaufen und zu wissen, dass die Fans hinter dir stehen.

Welchen Ratschlag gibst du jungen Talenten, die den Traum haben, Handball-Bundesliga-Spielerin zu werden?

Immer dran bleiben und nie aufgeben. Wer das richtig will, findet einen Weg.

Wie reagiert Dein Umfeld, wenn Sie hören Du bist eine prominente Handballspielerin?

In der Regel sind Sie positiv überrascht, aber letztlich ist es ein Beruf, wie jeder andere auch.

Neben dem Handball stehst du ja auch noch im normalen Berufsleben?

Ja, ich bin Operationstechnische Assistentin in der Medius Klinik Nürtingen und bin dort in der Regel 2,5 Arbeitstage in der Woche tätig. Habe den Beruf, der im Volksmund auch gerne OP-Schwester genannt wird, auch drei Jahre gelernt.

Wo siehst Du dich in zehn Jahren?

Ich denke, dass ich mit dann 34 Jahren nicht mehr aktiv Handballspielen werde, aber dem Sport verbunden bleibe. Als berufliche Perspektive kann ich mir ein Medizinstudium durchaus vorstellen.

Welchen Interessen beziehungsweise Freizeitaktivitäten, außer dem Handball, gehst Du noch nach?

Ich bin sehr gerne mit Freunden zusammen und ich tanze für mein Leben gerne.

Wie wichtig ist Dir Familie und wie unterstützen sie Dich beim Handball?


Natürlich sehr wichtig! Meine Mama ist bei jeden Heimspiel dabei und meine Schwester Marie-Christine spielt selber bei der SG H2Ku Herrenberg Handball.


Was wolltest Du schon immer einmal tun?

Eine Zeitlang, aber nicht zu lange, ins Ausland gehen, um Erfahrungen zu sammeln und den Horizont zu erweitern.

Welche Schlagzeile würdest Du gerne über Dich lesen?

Der TuS Metzingen gewinnt deutsche Handball-Meisterschaft - Beddies erfolgreichste Werferin!

Welche sind Deine persönlich schönsten Plätze oder Orte in der Region?

Das Tübinger Tor samt Bürgerpark in Reutlingen, die Weinberge in Metzingen und das „Esszimmer“ am Lustnauer Tor in Tübingen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel