Zwanzig Freiwillige sind derzeit in der Feuerwehrabteilung Sirchingen aktiv. Hinter ihnen liegt ein arbeitsreiches Jahr, wie jüngst auf der Abteilungsversammlung deutlich wurde. „Wir waren bei zehn Einsätzen gefordert“, berichtete Abteilungskommandant Thorsten Epple bei seiner Begrüßung. „Das waren doppelt so viele Einsätze als 2017.“

Zwei Mal wurde die Sirchinger Wehr im vergangenen Jahr zu Verkehrsunfällen gerufen, bei der jeweils eine Motorradfahrerin verletzt wurde. Ende November wurden die Feuerwehrleute nach Bad Urach gerufen, um die Abteilung Stadt beim Brand zweier Wohnwagen zu unterstützen. Die Sirchinger lösten mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W die Großfahrzeuge der Uracher Abteilung aus, die anschließend im Pendelverkehr Löschwasser zur Einsatzstelle auf dem Campingplatz transportierten.

Zwei Nottüröffnungen gingen glimpflich aus: Ein älterer Mann war in seiner Wohnung gestürzt und alarmierte über den Hausnotruf die Rettungskräfte. Durch die ebenfalls eintreffende Tochter konnte die Wohnungstür schnell geöffnet werden. Beim zweiten Einsatz sorgte sich eine Mitarbeiterin der Diakonie um eine ältere Dame, die zu einem vereinbarten Termin die Tür nicht öffnete. Besorgt wählte die Diakonie-Mitarbeiterin den Notruf. Beim Eintreffen der Rettungskräfte konnte schnell Entwarnung gegeben werden: Die Dame hatte den Termin verschlafen. „Den Trubel um sie hat die ältere Dame mit Humor genommen“, berichtete der stellvertretende Abteilungskommandant Hans Christian Schmid schmunzelnd.

Fast 1500 Arbeitsstunden

Drei Ölspuren, ausgelaufenes Wasser in einem Wohnhaus aufgrund eines defekten Abflussrohres und der Kleinbrand einer Hecke waren die weiteren Einsätze für die Sirchinger Feuerwehr, die bei den zehn Einsätzen insgesamt 130 Stunden im Einsatz war. Zusammen mit Ausbildungen, Fortbildungen und Arbeitsdiensten kam die Wehr sogar auf 1490 Stunden. Was den stellvertretenden Ortsvorsteher Manfred Wendler zu einem großen Lob anspornte. Nicht nur seien die Feuerwehrleute im Notfall stets zur Stelle, auch „manche Feste in Sirchingen wären ohne die Feuerwehr nicht möglich“. So übernahm die Feuerwehr etwa auch Sicherheitswachen bei den beiden Sonnwendfeiern.

Die Sirchinger Feuerwehrleute übten im vergangenen Jahr engagiert für den Ernstfall. So gab es gemeinsame Übungen mit dem Roten Kreuz und der Bergwacht, sowie mit den Abteilungen der Bad Uracher Feuerwehr. Neun Sirchinger Feuerwehrleute absolvierten einen Motorsägen-Lehrgang zum Umgang mit unter Spannung stehendem Holz. Vier spezielle Maschnistendienste ermöglichten es den Fahrern des TSF-W, den Umgang mit dem Fahrzeug zu proben. Vier Angehörige der Sirchinger Wehr arbeiten in Bad Urach und rückten daher tagsüber auch mit der Abteilung Stadt zu Einsätzen aus.

Einen großen Raum nahmen nun bei der Abteilungsversammlung die Ehrungen und Beförderungen ein: Markus Koch und Fabian Failenschmid wurden dabei zu Hauptfeuerwehrmännern, Robin Emmer zum Oberfeuerwehrmann befördert. Niklas Herrmann wurde als Neuzugang in der Abteilung Sirchingen begrüßt, die zugleich mit Rainer Reichenecker und Bernd Müller auch zwei Austritte zu verzeichnen hatte.

Das erstmals verliehene Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze des Landes Baden-Württemberg für 15-jährigen Feuerwehrdienst erhielten Fabian Failenschmid, Markus Koch und Hans Christian Schmid. Rückwirkend ausgezeichnet wurden auch Alexander Klingler, Thorsten Epple, Stefan Failenschmid, Ottmar Götz und Frank Reichenecker.