Pliezhausen / frka

Alina Reh sorgte für die herausragende sportliche Leistung des 29. Internationalen Pliezhäuser Läufermeetings: Über 3000 Meter der Frauen startete die Topathletin des SSV Ulm 1846 im B-Lauf der Männer im Schönbuchstadion: Und Alina Reh war nach Pliezhausen gekommen, um in einem schnellen Rennen den Meetingrekord von Konstanze Klosterhalfen anzugreifen (8:55,66 Minuten – gelaufen 2016).

Dank einer konstanten Tempoarbeit von Simon Stützel verbesserte sie den Rekord auf 8:48,05 Minuten „Ich habe einen soliden Einstieg in eine extrem lange Saison gezeigt, damit kann man zufrieden sein. Ich bin nun bei gefühlt 70 Prozent meines Leistungsmaximums – aber es gilt erst im Herbst bei der WM in Doha.“

Neue Ziele

Die DM-Vierte über 10 000 Meter der EM in Berlin will nun beim Meeting in Karlsruhe über 5000 Meter die WM-Norm ins Visier nehmen (DLV-Norm: 15:22,00 Minuten) und sich dann bei den Deutschen Meisterschaften über 10.000 Meter den Titel zurückholen, den sie 2018 in Pliezhausen verletzungsbedingt nicht verteidigen konnte.

Auch hier ist die WM-Norm von 31:50,00 Minuten ein realistisches Ziel – sofern in einem Meisterschaftsrennen die nötige Pace gemacht wird.

Unerwarteter Ausgang im Männer-Rennen in Pliezhausen: Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf Süd) war der Überraschungssieger bei den Männern und mit 8:02,28 Minuten auch gegen den Wind schnell unterwegs. Der Favorit Ilyas Yonis Osman (TV Waldstraße Wiesbaden) konnte sich dennoch mit einer soliden Leistung (8:04,52 Minuten) einen Platz auf dem Treppchen hinter dem Tschechen Jan Fris (8:03,54 Minuten) erkämpfen.

Kampf gegen Wind

Die Mittelstreckler kämpften gegen den Wind an. Katharina Trost zeigte dabei einen starken Auftritt am Schönbuchrand. Freilich verhinderten die Witterung und der teilweise starke Wind, dass auf den Mittelstrecken Zeiten im Bereich der Meeting-Rekorde möglich waren.

Einen überraschend starken Auftritt über 1000 Meter zeigte die deutsche Hallenmeisterin Katharina Trost (LG Stadtwerke München), die sich in 2:40,28 Minuten vor Jana Reinert (LG Region Karlsruhe, 2:42,60 Minuten) durchsetzte.„Ich bin fit und werde nun die 800 Meter und die 1500 Meter testen. Auf einer Strecke will ich die WM-Norm angreifen“, zeigte sich die junge Siegerin selbstbewusst und locker: „Das erste Ziel ist erst einmal die Universiade in Nepal.“

Leichtathletik 29. Internationales Läufermeeting im Schönbuchstadion

Christina Hering (LG Stadtwerke München) ist beim Meeting der krummen Strecken in Pliezhausen immer eine Kandidatin für einen Sieg. Dieses Jahr wurde die slowakische 400 Meter-Sprinterin Iveta Putalova als ihre härteste Konkurrentin gehandelt.

Schwäche ausgenützt

Doch Lore Hoffmann (Schweiz, EM-Halbfinalistin 2018 über 800 Meter) nutzte die nicht optimale Renneinteilung von Hering und siegte in 1:28,65 Minuten vor Hering (1:28,98 Minuten) und Iveta Putalova (1:29,31 Minuten).

„Der Pacemaker war auf den ersten 400 Metern etwas zu schnell. Dennoch war meine Renneinteilung nicht ganz passend – da bin ich ehrlich. Denn kalt war es ja für alle.“

 Kommende Woche will Hering einen ersten Angriff auf die WM-Norm von 2:00,60 Minuten über 800 Meter angreifen.

Sieger bei den Männern wurde Zan Rudolf (Slowenien) in 1:17,53 Minuten. „Es war in Pliezhausen aufgrund der Witterung leider nicht möglich, noch schneller zu laufen“, zeigte er sich etwas enttäuscht.

Rudolph hat mit 1:25,44 Minuten nach Meetingrekordhalter Amel Tuka (1:15,21 Minuten aus dem Jahr 2016) die zweitbeste Zeit über 600 Meter in den Meeting-Top-6 stehen. Er will für sein Heimatland Slowenien am Persischen Golf in Doha (Katar) über 800 Meter starten.

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