In Donau und Nebenflüssen leben demnach immer mehr Algen und Wasserpflanzen, die dort natürlicherweise nicht vorkommen würden. Diese nährstoffliebenden Arten verdrängen die eigentlich heimischen Arten.

Wie niedrigere Werte erreicht werden können, sei im Einzugsgebiet des Neckars erfolgreich erprobt worden. Dort gelten bereits seit 2012 erhöhte Anforderungen für kommunale Kläranlagen. Die so genannten Neckarwerte sind abhängig von der Größe der jeweiligen Kläranlage: Je größer die Anlage, desto weniger Phosphor darf im Abwasser enthalten sein: Mehr als 10.000 Einwohnerwerte bedeutet 0,5 Milligramm pro Liter im Jahresmittel; 5000 bis 10.000 Einwohnerwerte bedeutet 0,8 Milligramm pro Liter. Die Einwohnerwerte hängen von der Anzahl der Bewohner und der Größe der Betriebe ab, die an die Kläranlage angeschlossen sind.

Einige Kläranlagen im Donaugebiet halten die verschärften Werte ein, viele sind nach Angaben des Regierungspräsidiums nicht weit davon entfernt. Bei diesen Anlagen könnten mit geringem Aufwand, zum Beispiel durch höhere Dosierung der Fällmittel wie Eisenchlorid, niedrigere Werte erzielt werden.