Zustimmung konnte auf gelben Kärtchen formuliert werden, Kritik auf rosafarbenen. Ideen und Anregungen waren auf weißem Papier zu notieren. Die Dornstadter Gemeindeverwaltung hatte die Vordrucke am Dienstagabend im Bürgersaal verteilt, um zu erfahren, was die etwa 200 Besucher des Informationsabends von der geplanten Sanierung und Erweiterung des Hallenbads halten. Auf den Stellwänden, an denen die Kärtchen befestigt werden konnten, dominierte schließlich die Farbe Gelb. "Ich lese daraus, ein großer Teil von Ihnen ist für die Fortsetzung der Planung", sagte Bürgermeister Rainer Braig.

Mit dieser Planung ist das Architekturbüro Sport-Concept seit einigen Jahren befasst. Den Grundsatzbeschluss, das Hallenbad zu sanieren und zu erweitern, hat der Gemeinderat bereits Ende 2010 gefasst. Seither ist zwar für etwa 230.000 Euro das Dach besser isoliert worden. Zur eigentlichen Sanierung, geschweige denn zu einem Ausbau, konnten sich die Gemeinderäte bisher aber nicht durchringen. Grund sind die hohen Kosten von 6 bis 6,9 Millionen Euro.

Ein solche Investition werde sich "auf die zeitliche Abfolge der anderen Projekte" der Gemeinde auswirken, sagte der Bürgermeister. Trotzdem solle die für 2015 und 16 geplante Sanierung des Hallenbads seiner Ansicht nach durchgezogen werden. Im Gemeinderat gebe es aber auch andere Meinungen und sei deshalb "noch nicht abschließend diskutiert worden".

Entscheidungshilfe sollen zum einen die Meinungen und Anregungen der Bürger liefern. Die Verwaltung werde die Kärtchen auswerten und nach Möglichkeit auch die Mehrheitsverhältnisse der unterschiedlichen Ansichten darstellen, kündigte Braig an. Das Ergebnis des Informationsabends werde voraussichtlich Anfang nächster Woche auf der Internet-Homepage der Gemeinde veröffentlicht. Weitere Anregungen sollen die Räte am 15. Februar bei einer Bäder-Tour unter anderem nach Laichingen und Senden sammeln. Im Anschluss daran wird sich ferner die Hallenbad-Planungsgruppe treffen, dieser gehören fünf Gemeinderäte, Vertreter der Sportfreunde Dornstadt, die geschäftsführende Schulleiterin Barbara Oechsle sowie Verwaltungsmitarbeiter an.

Am Dienstag hatten Hans Bühler vom Architekturbüro Sport-Concept und Marie á Porta vom Büro NPS, das mit der Projektsteuerung beauftragt ist, das Vorhaben erläutert. Das Hallenbad soll demnach energetisch saniert und vollständig barrierefrei werden. Um Letzteres zu erreichen, müsse ein Aufzug eingebaut werden, sagte Bühler. Für eine Rampe fehle der Platz. Würde das Bad um einen Anbau erweitert, könnten darin Kinderbecken, Dampfbad und Ruhezone eingerichtet werden. Die Kosten seien ausgehend von den aktuellen Preisen für die Jahre 2015 und 2016 hochgerechnet worden, ergänzte Projektleiterin á Porta. Das Vorhaben innerhalb von 18 Monaten durchzuziehen, sei deutlich günstiger als die Aufteilung in mehrere Bauabschnitte.

Unabhängig von der Sanierung sollen die Öffnungszeiten des Hallenbads verlängert werden, kündigte der Bürgermeister an.