Gute Nachricht: Nach dem Schneechaos kam der Verkehr auf der A 8 in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf der Albhochfläche ohne große Störungen voran, sagt Georg Gotterbarm, Leiter der Autobahnmeisterei Dornstadt. Was von Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen zu den widrigen Umständen führte – viele Menschen mussten, wie berichtet, die Nacht in ihrem Auto verbringen – , lasse sich folgendermaßen zusammenfassen: Verkehrsaufkommen, Niederschlagsmenge und Zeitpunkt.  Die Straßenmeisterei sei vorbereitet und vor Ort im Einsatz gewesen. Doch dichter Verkehr, darunter viele Lkw, dazu kurze, heftige Schneeschauer von 20 bis 30 Minuten, die die Fahrbahn mit mehreren Zentimeter Schnee bedeckten, hätten zu dem Chaos geführt.

Wobei es, anders als manche vermuten, nicht so gewesen sei, dass schlecht ausgerüstete Lkw rutschten und quer standen. Vielmehr sei so ein Wetter für Sattelzüge grundsätzlich eine Herausforderung: Wenn 40 Tonnen schwere Fahrzeuge auf der schneebedeckten Autobahn im Stau stehen, „können schon ein paar am Schnee scheitern und nicht mehr vom Fleck kommen“. Die Räder drehten durch –  trotz Winterausrüstung.  Streckenweise seien die Lkw auf allen drei Fahrspuren nebeneinander gestanden: Es gab kein Durchkommen mehr, weder für Rettungs-, noch für Streufahrzeuge. Hätte sich alles mitten in der Nacht bei deutlich weniger Verkehr abgespielt, bekäme man so eine Situation eher in den Griff.

Der Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser wird am Montag die Autobahnmeisterei besuchen: um sich über die Einsätze zu informieren und den Mitarbeitern zu danken.

Keine neuen Informationen gibt es zum Tod der 54-Jährigen, die, wie berichtet, im Stau in ihrem Wagen starb. Die Polizei schließt eine Straftat aus, vermutet werden gesundheitliche Probleme.