Laichingen Zappelige Teenager kommen zur Ruhe

Im Sommerferienprogramm der Vh: ein Yoga-Kurs für Kinder. Foto: sgk
Im Sommerferienprogramm der Vh: ein Yoga-Kurs für Kinder. Foto: sgk
Laichingen / SABINE GRASER-KÜHNLE 06.09.2012
Beim Yogakurs im Ferienprogramm der Volkshochschule in Laichingen kommen selbst die zappeligsten Teenager zur Ruhe.

Baum, Papagei, Adler, Elefant, Panther - nein, es handelt sich nicht um eine Zusammenkunft im Urwald, sondern im vhs-Studio findet ein Yoga-Kurs statt. Und zwar für Kinder im Sommerferienprogramm. Wie ein Strich in der Landschaft stehen die sieben Mädchen und vier Jungen da, nachdem sie Arme und Beine zum "Adler" mit einer Hand als Hakennase verknotet haben. Einige wackeln ein wenig, derweil sie ein Bein um das andere geschlungen halten, doch für einen gar nicht so kleinen Moment stehen alle ziemlich gut im Gleichgewicht. Es ist der dritte Vormittag von fünfen, an denen der Kurs stattfindet und Yogalehrerin Konny Kolar-Marka hat ihre Schützlingen viele Yogafiguren gelehrt.

"Ruheinseln" ist der Kurs überschrieben und die finden die Kinder dort tatsächlich. Auch wenn es anfangs alles andere als ruhig zugeht. Die Jungs albern herum, holen ihr ganzes Spektrum an Showelementen hervor, um den Mädchen zu imponieren. Sie sind alle Teenager, teils mitten in der Pubertät und Ruhe in diese quirligen Kids zu bringen, scheint gar nicht so einfach.

Schließlich ist es ja kinderleicht, was Konny da fordert, lachen die Jungs: im Sitzen das linke Bein wie zum Schneidersitz anwinkeln, dann das rechte ebenfalls angewinkelt drüber legen. Zurück in der normalen Sitzposition sollen die Kinder nun ihre Hände im Rücken ergreifen, dabei kommt ein Arm von oben, der andere von unten. "Oh ist das leicht", witzeln wieder einige, bevor Konny alle zum "Kuhgesicht" auffordert, der Kombination dieser Bein- und Armübungen. Und auf einmal ist es mucksmäuschenstill. Denn beide Übungen zu koordinieren erfordert hohe Konzentration. Jetzt, bei den komplizierten Übungen, zeigt sich die Wirkung von Yoga selbst bei zappeligen Teenagern: zur Ruhe kommen, die Mitte finden, Ängste und beunruhigende Gedanken sind weit weg.

In diese Stille hinein bittet die Yogalehrerin alle, sich auf ihre Matten zu legen und mit einer Decke zuzudecken. Kaum ausgesprochen liegen alle da, denn was jetzt kommt, gefällt ihnen offensichtlich am besten: Kolar-Marka erzählt in sanftem Ton eine Geschichte mit phantasievollen Bildern. Ähnlich wie beim autogenen Training lassen die Kinder sich fallen. Die Körper entspannen, und an ganz gleichmäßigen Atemzügen ist bei einigen zu erkennen, dass sie eingeschlafen sind.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel