Hüttisheim Wohnung für Asylbewerber in der Grundschule

FG 03.02.2015
Je nach ihrer Einwohnerzahl müssen Kommunen im Rahmen der so genannten Anschlussunterbringung Asylbewerber aufnehmen.

Für Hüttisheim bedeutet diese "Aufnahmeverpflichtung", insgesamt Wohnraum für bis zu sieben Flüchtlinge zu schaffen, berichtete Bürgermeister Stefan Gerthofer dem Gemeinderat. Noch in diesem Monat sei mit der Zuweisung von bis zu fünf Menschen zu rechnen. Dafür richtet Hüttisheim die Wohnung im alten Teil der Grundschule her. Der Gemeinderat stimmte dieser Lösung einmütig zu.

Nach dem Schlüssel des Landratsamts Alb-Donau stehen einer Person 45 Quadratmeter Wohnfläche zu, jeder weiteren in der Wohnung 15 Quadratmeter. Demnach könnten in der 120 Quadratmeter großen Wohnung fünf Menschen Platz finden. Derzeit werde die Technik untersucht und Mängel, beispielsweise an der Elektrik, beseitigt. Gerthofer rechnet mit einem kleineren, vierstelligen Betrag.
Für jeden neu eintreffenden Flüchtling bezahle der Kreis einmalig 135 Euro. Weiter werde eine Monatsmiete je nach Ausstattung um die fünf Euro je Quadratmeter bezahlt sowie die Kosten für Strom und Wasser übernommen. Gerthofer geht davon aus, dass eine Familie oder eine Gruppe Frauen nach Hüttisheim kommen wird.