Befragung Wohin will Wain in der Zukunft?

Wain / thv 24.07.2018

Welche Ziele will Wain bis zum Jahr 2035 erreichen? Diese Zeitmarke setzt sich die Kommune in ihrem Gemeindeentwicklungskonzept, das nach den Sommerferien in die Phase der Bürgerbeteiligung treten wird. Befragt werden dann alle Bürger ab 16 Jahren. Doch was werden diese überhaupt gefragt? Die Wainer Gemeinderäte nahmen den Fragebogen-Entwurf, den das beauftragte Städteentwicklungsbüro Reschl aus Stuttgart vorgelegt hat, sehr genau unter die Lupe.

Bevor dies geschah, wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung aber erst einmal ganz grundsätzliche Bedenken gegen eine solche Befragung laut. Namentlich Peter Obrist befürchtet, dass mit dem Votum schließlich „moralischer Druck“ auf das Gremium ausgeübt werden könnte. „Dann müssten wir es bleiben lassen“, entgegnete ihm Armin Bleher.

Kleiderladen gekappt

Doch was, wenn sich die Bürgerschaft tatsächlich ein Café wünschte, ein Textilgeschäft, eine weiterführende Schule, eine fachärztliche Versorgung. Die Kritik Obrists, aber auch Jochen Kerns an „unrealistischen Fragen“ für so einen kleinen Ort blieb nicht folgenlos. Die Räte sahen sich den vorliegenden Fragebogen daraufhin sehr gewissenhaft an  und strichen einige Punkte in Einzelabstimmung.

Einkassiert wurde die Wunschabfragung nach einem Bekleidungsgeschäft, nach touristischen Angeboten sowie nach einer höheren Schule, während die Frage der zusätzlichen medizinischen Versorgung mit sechs zu drei Stimmen drinnen blieb. Auf Wunsch von Julia Freifrau von Herman wird der Bogen um den Themenkreis „Kirche“ ergänzt. Die genauen Fragen sollen nun mit der evangelischen Kirchengemeinde abgestimmt werden, sicherte Bürgermeister Stephan Mantz zu.

Auch die Zufriedenheit mit den gemeindlichen Dienstleistungen soll nun genauer abgefragt werden, ebenso wie der Bedarf an neuen Gewerbeflächen und ob  bei der Vergabe dieser Bauflächen  eventuell auch Auswärtige zum Zug kommen sollten.

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