WMF WMF bündelt Logistik an zwei Standorten

Mehr als 40.000 Quadratmeter Lagerfläche, etwa doppelt so viel wie bisher - wird der WMF-Logistikstandort in Dornstadt bieten. Bis spätestens Mitte nächsten Jahres soll das im Juli 2012 in Betrieb genommene Lager ausgebaut sein.
Mehr als 40.000 Quadratmeter Lagerfläche, etwa doppelt so viel wie bisher - wird der WMF-Logistikstandort in Dornstadt bieten. Bis spätestens Mitte nächsten Jahres soll das im Juli 2012 in Betrieb genommene Lager ausgebaut sein. © Foto: Skizze WMF
HELMUT SCHNEIDER 04.02.2015
Aus 33 Warenlagern werden zwei, eines in Norddeutschland, eines in Süddeutschland. WMF erweitert den bestehenden Logistik-Standort Dornstadt auch personell: 100 neue Jobs sind vorgesehen.

Der schwäbische Hersteller von Küchengeräten und Kaffeemaschinen WMF treibt seine internationale Ausrichtung voran. Die interne Umstrukturierung, die daraus folgt, bedeutet unter anderem, dass die bisher auf 33 Standorte in Deutschland verstreuten Lager zu zwei Logistikzentren zusammengefasst werden, eines für Norddeutschland, eines für Süddeutschland. Der süddeutsche Standort wird in Dornstadt sein.

In Dornstadt unterhält WMF bereits seit Juli 2012 ein Logistik-Werk, in dem 80 bis 90 Mitarbeiter beschäftigt sind. Es soll nun nicht nur räumlich verdoppelt werden, sondern auch personell: 100 zusätzliche Mitarbeiter bekommen hier einen Arbeitsplatz. Wie viele Mitarbeiter aus der Logistik-Sparte am Firmenstammsitz in Geislingen nach Dornstadt wechseln werden, ist noch unklar. Klar ist, dass die Logistik auch in Geislingen geschlossen wird. Dies hatte, wie berichtet, in Geislingen und in Riedlingen, wo das WMF-Tochterunternehmen Silit seinen Sitz hat und ebenfalls ein Lager mit 50 bis 60 Mitarbeitern unterhält, zu Protesten der Beschäftigten geführt.

Inzwischen vereinbarte das Management mit dem Betriebsrat eine Regelung, die ohne betriebsbedingte Kündigungen für die insgesamt etwa 300 Stellen auskommt. Teil der Betriebsvereinbarung ist, dass den betroffenen Mitarbeitern der Logistik-Sparte in Geislingen ein Wechsel ins 20 Kilometer entfernte Dornstadt angeboten wird. Durch die Konzentration seiner Logistiksparte will das Unternehmen jährlich einen hohen einstelligen Millionenbetrag einsparen.

Der Erweiterungsbau in Dornstadt soll spätestens Mitte nächsten Jahres fertig sein. Er umfasst 21.000 Quadratmeter und damit ungefähr gleich viel wie das bestehende Gebäude. Der Gesamtkomplex wird sich damit ungefähr verdoppeln. WMF-Manager Clemens Wöhrle sagt: "Das neue Logistikzentrum in Dornstadt stärkt unsere über 160-jährige Präsenz in der Region und ist Teil eines umfangreichen Investitionsplans."

Das Vorhaben in Dornstadt wird von dem weltweit tätigen Immobilienkonzern Goodman entwickelt. Die Investition dürfte etwa zwölf Millionen Euro betragen. Betrieben wird das Logistikzentrum von WMF selber - im Gegensatz zum zweiten Standort in Norddeutschland; dort setzen die Geislinger auf einen externen Dienstleister, die DB Schenker Logistics. Die Auslagerung der Logistik ist bei großen Unternehmen keine Seltenheit, eher die Regel.

Gewerbegebiet Himmelweiler dürfte in diesem Jahr vollständig verkauft werden

Standort Das Gewerbegebiet Himmelweiler an der A 8 ist insgesamt etwa 40 Hektar groß. Erschlossen und vermarktet wird es in zwei Abschnitten. Das im Juli 2012 in Betrieb genommene WMF-Lager befindet sich im ersten Abschnitt. Die damalige Investition betrug dem Unternehmen zufolge 14 Millionen Euro. WMF hatte sich seinerzeit bereits im zweiten Abschnitt 30.000 Quadratmeter als mögliche Erweiterungsfläche gesichert. Dieses Grundstück wird jetzt bebaut.

Logistik Nach Auskunft von Bürgermeister Rainer Braig steht die Gemeinde Dornstadt kurz vor dem Verkauf eines 37.000 Quadratmeter großen Grundstücks an ein Logistikunternehmen. Der Vertrag soll noch in diesem Monat perfekt gemacht werden. Dann sind in dem Dornstadter Gewerbegebiet noch gut sechs Hektar (60.000 Quadratmeter) frei. Auch für diese hätten bereits Interessenten angeklopft, sagt Braig. Bis Ende des Jahres könnten alle Grundstücke verkauft sein, die Gemeinde werde auch kleinere Unternehmen zum Zug kommen lassen. Restliche Flächen können Braig zufolge dann erschlossen werden, wenn die Albrecht-Berblinger-Straße in Richtung Norden zur Landesstraße 1239 verlängert wird. Das dürfte dann der Fall sein, wenn das Gewerbegebiet Himmelweiler ebenso wie das Gewerbegebiet Ulm-Nord einen Autobahnanschluss erhält. Dieser Doppelanschluss soll 2018 fertig sein.

SWP