Das Illertal-Gymnasium Vöhringen bietet ab der Oberstufe verschiedene, verpflichtende Praxis-Seminare an. Obwohl alle interessant sind, konnten wir dieses Schuljahr endlich ein ganz besonderes Projekt auf die Beine stellen: die Entwicklung eines Getränks. 19 Schülerinnen und Schüler wählten dieses Seminar und sind dabei, dieses hochmotiviert in Zusammenarbeit mit der Firma Dietenbronner umzusetzen.
„Die Getränkeentwicklung und -vermarktung ist ein wunderbares und spannendes Beispiel, um Einblicke in technische, kreative und kaufmännische Berufe zu bekommen“, teilt das Unternehmen Dietenbronner mit. Unterstützt wurde das Projekt von der Sparkasse Neu-Ulm-Illertissen, „Wir lesen“-Zeitungspate des Illertal-Gymnasiums.

Jeder kann sein Talent einbringen

Damit wir alle möglichen Bereiche der Produktentwicklung abdecken konnten, haben wir uns in verschiedene Teams eingeteilt. Neben den wirtschaftlichen und chemischen Teams gab es auch eine Kreativgruppe. Jeder konnte sein Talent einbringen.
In einem längeren Prozess mussten wir uns zuerst für die Geschmacksrichtung entscheiden. Bei einem Himbeer-Limette-Geschmack waren sich alle einig und haben dann in mehreren Tastings die genaue Zusammensetzung von Geschmack, Süße und Spritzigkeit des Getränks verfeinert. Dazu bekamen wir viel Input und Unterstützung von einem Profi der Firma Dietenbronner. Diese Verkostungen liefen oft sehr lebhaft ab, da es wichtig war, dass jede Meinung berücksichtigt wurde. Letztendlich sind wir alle begeistert von unserer fruchtigen Wahl. Jetzt war es wichtig, dem Getränk einen Namen zu geben.

Die Namensfindung war nicht leicht

Die Entscheidung für einen Namen fiel uns jedoch nicht leicht. Den richtigen Namen zu finden, war sehr spannend. Kaum hatten sich alle auf einen Namen geeinigt, musste geprüft werden, ob dieser Name nicht geschützt war. So manche Idee wurde verworfen, bis endlich der passende Name gefunden wurde: „Himbeer Limette summer feeling“. Sommer das ganze Jahr!
Nun konnte sich endlich die Kreativgruppe um die Gestaltung des Etiketts, des Deckels, der Flyer und Plakate kümmern.  Auch über das Material und die Form der Flasche durften wir entscheiden. Hier waren sich schnell alle einig, dass es eine 0,5-Liter-Glasflasche sein soll. Wir sind sehr stolz, dass für das Etikett handgezeichnete Früchte von Jana ausgewählt wurden und Pauline den individuellen, künstlerischen Schriftzug gestaltet hat – beide sind Schülerinnen unseres Seminars. Auf dem Deckel springt unser IGV-Logo ins Auge.
Die Spannung steigt, welche Herausforderungen uns noch erwarten! Insgesamt werden 10 000 umweltfreundliche Glasflaschen mit unserem Getränk produziert. Seit April ist unsere Kreation erhältlich. Die Limo wird in den Finkbeiner-Märkten in Senden, Wullenstetten, Weißenhorn, Vöhringen, Bellenberg, Illertissen und Dietenheim sowie bei Getränke Mayer in Regglisweiler verkauft.

Neue Impulse für Dietenbronner

„Die Getränkeentwicklung mit den Schülern des IGV ist ein tolles Projekt“, schreibt auch die Firma Dietenbronner. Es habe sich ein „tolles Team“ gebildet, welches die Aktion zusammen gestemmt hat – und das unter den Erschwernissen der Corona-Pandemie. Auch die Firma profitiere von den neuen Impulsen der Schülerinnen und Schüler, der „Next Generation“.
Mittlerweile hat sich auch eine Social-Media-Gruppe zusammengefunden, welche unser Getränk auf Instagram (@igv.getraenkeentwicklung) vorstellt. Bleiben Sie am Ball – oder wie wir sagen „Bleiben Sie am Getränk“.

Unterstützung von der Sparkasse


Die Aktion wird von der Sparkasse Neu-Ulm-Illertissen unterstützt. Diese beteiligt sich seit vielen Jahren am Projekt „Wir lesen täglich – Zeitungspatenschaften für Schulen“ der SÜDWEST PRESSE und ist Zeitungspate zahlreicher Schulen im Landkreis Neu-Ulm, auch für das Illertal-Gymnasium in Vöhringen. Seit dem Schuljahr 2020/2021 ist sie zudem Projektpartner des Projekts „Wir lesen intensiv“.

Ansprechpartnerin ist Brigitte Schilling, die verschiedene Schulprojekte und P-Seminare an Gymnasien unterstützend begleitet. Als Geschäftsführerin des Arbeitskreises Schule Wirtschaft Neu-Ulm kennt sie auch viele Firmen und Ausbildungsbetriebe in der Region. Sie war gleich begeistert von dem Getränke-Projekt. „Ich glaube, dass vieles möglich ist und gelingen kann, wenn die Jugendlichen mit guten, kreativen Ideen, Begeisterung und Engagement auf  externe Partner zugehen. Ganz sicher machen sie dabei wertvolle Erfahrungen und vielleicht sogar auch einen ersten Schritt zum Traumberuf.“