Wilhelm Sohn beschäftigt sich mit Himmelweiler

SWP 07.09.2012

"Himelen" - nach dem mittelalterlichen Namen für Himmelweiler nennt Wilhelm Sohn seine Aufzeichnungen über die Geschichte des heutigen Betreuungs- und Pflegezentrums in Dornstadt. Von 1917 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs sowie von 1936 bis 1945 wurden Gelände und Gebäude als Militärflugplatz und für Radartests genutzt. Nach Kriegsende wurden dort ehemalige tschechische Zwangsarbeiter untergebracht, ehe von Oktober 1946 bis Juli 1947 etwa 500 jüdische Waisenkinder bis zur Auswanderung nach Palästina betreut wurden. Im Auftrag des Weltkirchenrats und der Internationalen Flüchtlingsorganisation der UN richtete die evangelische Kirche von 1949 an ein Heim für ältere heimatlose Menschen aus Osteuropa ein. Von 1951 an lebten etwa 550 dieser "Displaced Persons" in dem Heim bei Dornstadt. Die meisten stammten aus der ehemaligen Sowjetunion. Ihnen hat Wilhelm Sohn das Heft "Himelen 4" gewidmet.