War es ein dummer Streich oder eine nicht durchdachte Befreiungsaktion? Unbekannte Täter hatten jedenfalls Anfang August die Gitter eines Wildgeheges bei Westerheim durchtrennt und die Stäbe nach außen gebogen. 22 Tiere, darunter 18 Damhirsche und vier Rothirsche, konnten fliehen. Vermutlich hatten die Täter auch einen Hund dabei, der die Hirsche aus dem Gehege getrieben hat.

Hirsche sind geflüchtet

Der Versuch, die Tiere einzufangen, ist bislang erfolglos geblieben. Für ein Hirsch-Paar endete die Rückkehr ins Gehege tragisch: Durch das Auslegen von Futter konnte das Hirschpaar zwar angelockt werden, doch das männliche Tier starb noch vor Ort aus lauter Angst. Wie der Besitzer weiter mitteilt, bleibt nur der Abschuss der Tiere.

Zehn tote Tiere

Zehn der 22 Tiere sind mittlerweile tot, sie wurden mit Hilfe eines Jagdpächters erlegt. Acht Hirsche wurden dabei geschossen, ein Tier starb vor Schreck im Gehege. Ein Tier wurde in der Nähe des Geheges angeschossen aufgefunden, wer allerdings auf dieses Tier geschossen hat, bleibt weiterhin rätselhaft: Bisher hat sich kein Jäger gemeldet, welcher auf dieses Tier geschossen haben könnte.

Belohnung ausgesetzt

Der Besitzer des Wildgeheges hat eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt für Hinweise auf die Täter. Er bittet, sich bei Sichtung eines der Tiere zu melden unter der Telefonnummer 0174 / 204 76 44 oder bei der örtlichen Polizei unter 07333 / 950 960.

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