Landwirtschaft Werbung für den Berufsstand

Die Mitglieder der Jury schauten bei den vorgeführten Tieren bei der Fleckviehschau in Allmendingen ganz genau hin.
Die Mitglieder der Jury schauten bei den vorgeführten Tieren bei der Fleckviehschau in Allmendingen ganz genau hin. © Foto: mp
Allmendingen / mp 19.06.2018

Als Werbung für den Berufsstand und die Züchter der Fleckviehzuchtvereine Blaubeuren und Ehingen erwies sich die erstmals gemeinsam ausgetragene Bezirksrindviehschau in Allmendingen am vergangenen Sonntag. Im Rahmen des Kreiselmusikfest, des örtlichen Musikvereins präsentierten zwölf Betriebe beider Vereine den zahlreichen Besuchern der Schau 75 Kühe und 14 Kälber. Vor Beginn der Schau ließ es sich Pfarrer Martin Jochen Wittschorek nicht nehmen, die Kühe und Kälber zu segnen und dankte dem Vorsitzenden des Ehinger Fleckviehzuchtvereins und Musikvereinsvorsitzenden Joachim Keller für die Durchführung der Viehschau in Allmendingen.

Verschiedene Klassen

In verschiedenen Altersklassen und Wertungen präsentierten die Zuchtbetriebe von Wolfgang Allgöwer (Nellingen), Hans Barth (Heroldstatt), Betriebsgem. Leitersbuch (Berghülen), Markus Hagen (Hausen o.U.) Johannes Huber (Dächingen), Joachim Keller (Hausen o.A.), Hans Pfetsch (Markbronn), Markus Scheuing (Berg), Hansjörg Schilling (Wennenden), Dieter Schwarzmann (Grötzingen), St. Konradihaus, und Thomas Steeb  Kühe von der Kategorie Jung bis Alt mit ein oder mehreren Kalbungen, die mit zu den Besten im Ländle gehören.

Da sich sehr viel nichtkundiges Publikum unter den Besuchern befand, erläuterten die Preisrichter  Dr. Alfred Weidele und Reinhold Haag von der Rinderunion Baden-Württemberg den Besuchern, auf was es bei der Bewertung der in den verschiedenen Altersklassen vorgeführten Kühe ankommt und was eine Spitzenkuh in ihrem Leben im Stande ist zu leisten.

Da es sich bei dem Fleckvieh um eine Zweinutzungsrasse handelt, das sowohl auf hohe Milchleistung und Fleischqualität ausgerichtet ist, stellte er anhand der Kühe Catinca (achtmal gekalbt), Hanna  und Resolut aus den Betrieben Joachim Keller, dem Hofgut des Konradihauses  und Manfred Hagen deren außergewöhnlichen Leistungen dar. So lassen sich bei einer Tagesleistung von 21,6 Litern Milch der Kuh Catinca, 2 Kilo Käse oder 20 Kilo Joghurt herstellen. Herausragend auch die Lebensleistung der Kuh Hanna vom Hofgut des Konradihauses Schelklingen die es auf eine Lebensleistung von 88 000 Litern Milch bringt. Eine absolute Spitzenkuh kommt, was den Eiweiß- und Fettgehalt der Milch angeht, aus dem Betrieb von Manfred Hagen aus Hausen o. U.

Bei den Einzelbewerben hatten es die Preisrichter oft nicht leicht unter den vorgeführten Kühen die Siegerin zu ermitteln. Oft waren es nur Nuancen die den Ausschlag gaben. So bei der Wertung des Betriebs-Cup, bei dem der Zuchtbetrieb Scheuing aus Berg mit seinen drei Kühen nur knapp vor dem Betrieb Keller aus Hausen o.A. die Oberhand behielt. Ein Höhepunkt für die Besucher war die Vorführung der Kälbchen durch den Züchternachwuchs. Manchmal wollte das Kälbchen nicht so, wie die kleinen Landwirte. Aber Kenntnis hatte der Züchternachwuchs, denn auf die Fragen über das geführte Kälbchen von Braunviehkönigin Beate Bühler aus Hitzisweiler hatten sie immer eine Antwort parat.

Fleckviehzuchtverein Blaubeuren

Fakten Den Blaubeurer Fleckviehzuchtverein gibt es seit 131 Jahren. Heute zählt er  noch 21 Höfe, auf denen rund 1100 Kühe gehalten werden, wie der Vorsitzende Werner Breitinger sagt. Bretinger steht dem Verein seit 2003 vor. Das Gebiet reicht von Blaubeuren, Seißen bis nach Nellingen, weiter nach Dornstadt, Bollingen und Asch, dazu die Hochsträßgemeinden sowie Schelklingen und Hausen.

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