Nachhaltigkeit Weitere Textilmesse im Frühjahr geplant

Dietenheim / SWP 02.12.2016

Laut Pressemitteilung der Uni Ulm kamen 2000 Besucher zur ersten Textilmesse „Dietenheim zieht an“ Mitte Oktober. Dabei präsentierten namhafte Hersteller ihre nachhaltig produzierten Textilien in der Stadthalle und stellten neue Vertriebskonzepte vor. Eine Idee, die laut Pressemitteilung ankommt.

Eine jetzt veröffentlichte Besucherumfrage der beteiligten Uni Ulm und Hochschule Reutlingen habe ergeben, dass 90 Prozent der 99 befragten Besucher die Messe als eine Bereicherung für die Stadt sehen. Daher soll die Ausstellung im kommenden Frühjahr in erweiterter Form auf die Beine gestellt werden. 62 Prozent der Befragten würden sich dafür noch mehr Aussteller wünschen, vor allem im Bereich der Freizeitkleidung. Mehr als 37 Prozent sprachen sich für weitere Kreativ- und Upcycling-Workshops aus, bei denen im örtlichen Nähcafé neue Kollektionen entworfen und gebrauchte Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt werden. 29 Prozent der Befragten interessieren sich stark für weitere Tausch-Angebote.

Für die Veranstalter stehe fest: Das Interesse der Bevölkerung an nachhaltig produzierter Kleidung ist geweckt worden. Ein Drittel der Interviewten wünsche sich allerdings mehr Infos über die textile Wertschöpfungskette sowie Umweltauswirkungen und Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie – zum Beispiel durch gläserne Produktionen. Mehr als 28 Prozent der Besucher könnten sich sogar ein Museum zur textilen Vergangenheit Dietenheims vorstellen. 56 Prozent halten demnach Dietenheim geeignet für eine Ansiedlung von Anbietern nachhaltiger Mode. Mehr als 46 Prozent der Befragten können sich zudem Cafés mit ökologischen Produkten gut vorstellen.

Eine neue Form der Zusammenarbeit

Reallabor Die Messe „Dietenheim zieht an“ ist laut Pressemitteilung Teil des Projekts „Nachhaltige Transformation der Textilwirtschaft in Dietenheim“. Forscher der Uni Ulm und der Hochschule Reutlingen erarbeiten Wege, um die textile Wertschöpfungskette transparent  zu machen. Reallabore sind eine neue Form der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und Bürgern.

Förderung Gefördert wird das Projekt vom Land  mit 960 000 Euro. Neben der Stadt und den beiden Hochschuleinrichtungen beteiligen sich die Otto Garnspinnerei, der BUND, der Handwerker- und Gewerbeverein sowie der Initiativkreis Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung aus Ulm.