Entwicklung Weitere Fördergelder für Betriebe

Der Anlagenhersteller Büchel baut nicht nur Anlagen, er reinigt deren Filter auch für seine Kunden. Das Unternehmen wächst. 
Der Anlagenhersteller Büchel baut nicht nur Anlagen, er reinigt deren Filter auch für seine Kunden. Das Unternehmen wächst.  © Foto: Büchel
Alb-Donau-Kreis / ref, lai, sam 04.08.2018
Landwirtschaftsministerium schüttet nachträglich Mittel aus: So fließen insgesamt 400.000 Euro in den Alb-Donau-Kreis.

Mit insgesamt fast 400.000 Euro fördert das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart nachträglich sechs Betriebe im Alb-Donau-Kreis. Das Geld stammt aus so genannten Rückflussmitteln des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR): Geld, das für Projekte vorgesehen war, aber nicht abgerufen wurde und in den Topf zurückfloss.  Wie das Büro des Landtagsabgeordneten Manuel Hagel mitteilte, fließt das Geld nach Asselfingen, Blaubeuren, Blaustein, Dornstadt, Hüttisheim und Munderkingen. Bereits im März seien im Alb-Donau-Kreis 47 Projekte mit 2,3 Millionen Euro unterstützt worden.

Platz für Produktion

In Asselfingen wird die Firma Büchel mit 74.300 Euro gefördert. Der Anlagenbauer beschäftigt sich mit der Reinigung schmutziger Produktionsluft. Und der Betrieb wächst: Lager und Versand ziehen aus dem Firmengebäude aus und bekommen einen Neubau. Auf dem Platz, der frei wird, kann die Fertigung vergrößert werden. Ein Investitionsvolumen von mehr als einer Million Euro, sagte Geschäftsführer Klaus Schmidt gegenüber der SÜDWEST PRESSE.

Der Asselfinger Betrieb verkauft seine Anlagen vor allem an die metallverarbeitende Industrie, will sich nun aber ein zusätzliches Marktfeld erschließen und zwar die Kunststoffproduzenten. „Das ist ein Wahnsinnspotenzial“, meint Schmidt. Es gibt weitere Pläne: Das Unternehmen fängt an, einen flächendeckenden Kundendienst aufzubauen. Bislang erstreckt sich sein Hauptabsatzgebiet auf Süddeutschland, nur vereinzelte Anlagen werden nach Norddeutschland und ins europäische Ausland verkauft. Nun wird in Hessen ein neuer Standort aufgebaut, berichtet Schmidt, und zwar als Servicestützpunkt. Mit dem Wachstum steigt die Zahl der Arbeitsplätze. Von derzeit 50 auf 56 im September.

Zimmerei zieht um

Mit 88.200 Euro wird ein Zimmereibetrieb im Dornstadter Teilort Böttingen unterstützt. Dieser möchte umziehen und im Gewerbegebiet im Teilort Bollingen  eine neue Zimmereihalle erstellen, sagte der Dornstadter Kämmerer Leander Missel auf Anfrage. Die letztendliche Zuschusshöhe stehe fest, wenn die Finanzierung mit der L-Bank steht.

Den Zuschlag für den größten Batzen Rücklaufmittel hat Blaustein-Bermaringen bekommen: 100.200 Euro fließen laut Martin Grupp von der Finanzverwaltung der Stadt die Verlagerung eines ortsansässigen Betriebs.

Nach Blaubeuren-Sonderbuch gehen 30.210 Euro: Die Förderung geht nach Auskunft von Kämmerer Jürgen Stoll an einen Gewerbebetrieb, der seine Montageschreinerei aus dem Ortskern verlagern und im Gewerbegebiet eine neue Lagerhalle bauen will.

Mit 58.760 Euro fördert das Land Baden-Württemberg in Hüttisheim den Abbruch des ehemaligen Schwesternhauses, an dessen Stelle ein neuer Kindergarten entstehen soll. 38.450 Euro fließen nach Munderkingen. Dort soll in einem privaten Projekt ein Start-up-Zentrum entstehen: Eine Werkhalle mit Büros.

Hilfe für die Weichensteller

Ziel Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum trägt dazu bei, die Strukturen in den Kommunen im ländlichen Raum zu stärken und weiterzuentwickeln. Kommunen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen werden dabei unterstützt, die notwendigen Weichenstellungen vornehmen zu können und so die Attraktivität des ländlichen Raums zu steigern.

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