Tradition Weidenstetten feiert den Abschluss der Ernte

Die Modenschau der Landfrauen kam gut an.
Die Modenschau der Landfrauen kam gut an. © Foto: Diana Prutzer
Weidenstetten / Diana Prutzer 04.09.2018

Die Sichelhenke ist ursprünglich ein Erntefest, mit dem sich die Bauern bei ihren Helfern nach dem Einholen des Getreides bedanken und symbolisch die Sicheln an den Nagel hängen. Der Weidenstetter Liederkranz hat am Sonntag bereits zum 32. Mal seine Sichelhenke mit rund 300 Besuchern in der Dorfwiesenhalle gefeiert.

Den Anfang machte Pfarrer Erich Schäfer mit einem Gottesdienst. „Die Gäste bleiben zu hundert Prozent bei uns nach dem Gottesdienst, es geht nahtlos weiter mit dem Mittagessen und später mit einer Auswahl von rund 70 Kuchen“, erzählte Rudolf Klein vom Liederkranz. Darüber hinaus sorgten verschiedene Programmpunkte für Unterhaltung, wie die „Stammtischmusikanten“, die schon seit Jahren bei dem Dorffest auftreten. Bevor zum Tanz aufgespielt wurde, unterhielten die Kreislandfrauen Blaubeuren mit einer amüsanten Modenschau, durch die Carmen Fahrner führte. Gezeigt wurde von zwei Dutzend Frauen das „Häs“ für die Stallarbeit, für Werk- und Festtage. Darunter ein Sonntagsgewand, wie es zur Gründungszeit des Liederkranzes, 1881, in die Kirche getragen wurde. Aus Kleidern ihrer Mutter und Großmutter stellte Fahrner bereits zum 50-jährigen Bestehen des Kreislandfrauenverbandes Ulm eine Modenschau zusammen – und war wegen des großen Erfolgs für eine Wiederholung in Weidenstetten bereit. Und auch die Besucher der Sichelhenke freuten sich an dem gehäkelten Bikini und den schicken Sportklamotten aus den 30er Jahren.

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