Energie Wehr an der Blau wird saniert

Blaustein / mäh 25.07.2018

Im Herbst wollen die Halblechwerke aus Memmingen mit dem Umbau der Wehranlage an der Blau in Ehrenstein loslegen. Der Gemeinderat Blaustein hat der „optimierten Eingabeplanung“ jüngst zugestimmt, Sobald das Ja des Landratsamtes vorliegt, könne es losgehen, sagte Elmar Meyer von den Halblechwerken in der Sitzung. Die Firma hat die Planung für die Modernisierung der Anlage zwischen den Bahngleisen und dem Gelände der Firma Mühlen und Sohn von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm übernommen und nun in Teilen geändert. „Die größte Änderung ist, dass es keine offene Fischtreppe geben wird, sondern einen geschlossenen Schlitzpass“, sagte Umweltbeauftragte Elke Bossert. Dieses Bauwerk dient ebenfalls als Wanderhilfe für Fische und andere Lebewesen flussauf wie -abwärts. Nach neuesten Erkenntnissen sei ein solcher Schlitzpass leichter für Fische zu überwinden als die Raue Rampe.

Statt der  Schlauchwehranlage wird nun eine Stauklappe eingebaut. Das neue Kraftwerksgebäude an der Lindenstraße wird ein Satteldach bekommen. Laut Meyer wird die Anlage eine Leistung von 850 000 Kilowattstunden im Jahr haben. Während der Bauzeit – sechs bis neun Monate – könne es durchaus mal zu Behinderungen an dem direkt vorbeiführenden Radweg kommen, sagte Meyer.  Gesperrt werden müsse der Radweg „vielleicht mal für ein oder zwei Tage“.

Die wasserrechtlichen Genehmigungen werden laut Meyer von den Plänen nicht tangiert: An der Wehranlage teilt sich die Blau in den Blaukanal Richtung Gläser und Roter Berg und die ursprüngliche Blau, die entlang der Lindenstraße nach Söflingen fließt. Dort betreiben die SWU ein Kraftwerk.

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