Unternehmen Warnstreik bei Spohn und Burkhardt

Blaubeuren / ts 01.09.2018

Mit einem Warnstreik haben Mitarbeiter von Spohn und Burkhardt die Geschäftsführung ihres Arbeitgebers „wachrütteln“ wollen. Nach den Worten des Betriebsratsvorsitzenden Muhammet Sefa legten gestern Vormittag die meisten der insgesamt etwa 200 Beschäftigten in den Werken Blaubeuren und Schelklingen die Arbeit nieder. Anlass für den Warnstreik sind nach Angaben der IG Metall die „Tarifflucht“ des Unternehmens und schleppende Verhandlungen für einen Anerkennungs-Tarifvertrag.

Spohn und Burkhardt, Hersteller von Steuersystemen für Krane, Baumaschinen, Lokomotiven und landwirtschaftliche Maschinen, habe den Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie verlassen, sagte IG-Metall-Sekretär Christian Velsink. Davon seien Beschäftigte und Gewerkschaft ebenso überrascht worden wie Mitte April von der Mitteilung, den Metall-Tarifabschluss nicht zu übernehmen. Statt der vereinbarten Erhöhung um 4,3 Prozent seien die Gehälter nur um 3,1 Prozent angehoben worden. Später seien auch die restlichen 1,2 Prozent draufgelegt worden, allerdings mit einem Rück­nahme-Vorbehalt.

Appell der Mitarbeiter

Nach Angaben der IG Metall gab es seither drei Verhandlungsrunden, ein Anerkennungs-Tarifvertrag sei aber nicht zustande gekommen. Begleitend habe der Betriebsrat an die Geschäftsführung appelliert, sich an den Tarifvertrag zu halten. Obwohl mehr als 170 Mitarbeiter unterschrieben hätten, sei der Appell verhallt.

Nach den Worten von Christian Velsnik will die Geschäftsführung vor allem in den unteren Lohngruppen sparen. Den Beschäftigten drohten Einbußen von bis zu 30 Prozent gegenüber dem Tarifgehalt. Das sei nicht akzeptabel. Die nächste Verhandlungsrunde sei für den 17. September angesetzt.

Die Geschäftsführung war gestern Nachmittag nicht zu erreichen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel