Theater Theater: Wangen hat den Blues

Um eine Wirtschaft, die in Gefahr, geht es in dem Theaterstück in Wangen.
Um eine Wirtschaft, die in Gefahr, geht es in dem Theaterstück in Wangen. © Foto: Kurt Högerle
Wangen / Kurt Högerle 30.12.2017
Eine Wirtschaft in einem kleinen Ort soll geschlossen werden. Da regt sich Widerstand.

In einer kleinen Wirtschaft, irgendwo auf dem Lande, vielleicht in Illerriedens Teilort Wangen, ist die Welt auch nicht in Ordnung. Aber es ist ein Hafen in stürmischen Zeiten, der den Stammgästen die Möglichkeit bietet, auszuruhen, zu träumen und sich auszusprechen. In Poldis Spelunke findet jeder, den den Blues hat, bei Bierzapferin Meggi ein offenes Ohr. Dann spitzt sich die Situation plötzlich zu. Die Wirtschaft soll geschlossen werden. Doch Widerstand formiert sich. Das ist in Kurzform die Story, die die Laientruppe um Regisseur Hans Vogt auf der Bühne im Schützenheim Wangen zum Leben erwecken will.

Die Proben sind abgeschlossen, der Text sitzt, die Kostüme auch und das Lampenfieber steigt im Minutenabstand. Am Samstag ist Premiere im Schützenheim Wangen. Besonders stolz sind die Theater-Enthusiasten nicht nur auf ihr Schauspieltalent, das sie nun schon zum 53. Mal präsentieren wollen, sondern auch auf ihr aufwändiges Bühnenbild. Gottfried Reiser ist dafür zuständig und er hat nichts dem Zufall überlassen: „Wir haben auf der Bühne eine Zapfanlage. Kein Fake, sondern eine richtige, funktionierende Zapfanlage mit Fass“, und verriet weiter: „Wasser und Abwasser funktionieren wie in einer echten Wirtschaft.“ Um das Szenenbild wirklich authentisch zu gestalten, sei alles aus Vollholz, alles sei echt, „bis ins letzte Detail.“ Sogar der Geldspielautomat funktioniert: „Wir haben ihn extra für dieses Programm gekauft und mussten in quasi entschärfen, sonst müssten wir Gewerbesteuer bezahlen.“

Ausgesprochene Hauptrollen wird es in diesem Stück nicht geben. „Unsere Schauspieler sind alles Naturtalente, und viele haben große Spielerfahrung“, versicherte Regisseur Hans Vogt. Marcus Bähr als Kellner, Franziska Vogt als Thekenmädchen Meggi, die verschiedenen Stamm-und Zufallsgäste von Susanne Kuhn über Anita Hoffmann, Werner Denzel, Matthias Zick und Maximilian Bähr bringen jeder eigenen Aspekte in die Handlung ein. Wolfgang Tengler wird der Bösewicht sein und Rainer Schmollinger der Kommissar.

„Es wird kein billiger Mundart-Klamauk werden, aber es wird einen Heidenspaß machen“, versichern Regie und Bühnenbild. Nichtsdestotrotz wollen die Theaterspieler auch heuer wieder eine komplette Tageseinnahme der Tafel Illeritssen zugute kommen.

Bis zum 20. Januar soll der Wangerer Bierpanscher-Blues sechs Mal aufgeführt werden. Premiere ist am Samstag, 30. Dezember, um 19.30 im Schützenheim Wangen.

Weitere Aufführungen

Termine Weitere Aufführungen sind am Samstag, 30.12.,19:30 Uhr

Samstag, 06.01.,19:30 Uhr

Sonntag, 07.01. 14:00 Uhr Seniorenvorstellung

Samstag, 13.01., 19:30 Uhr

Sonntag, 14.01., 18.00 Uhr

Samstag 20.01., 19:30 Uhr

Der Eintritt kostet 7 Euro.

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