Laichingen Wald wirft weiter Gewinn ab

Laichingen / SABINE GRASER-KÜHNLE 05.02.2015
126.000 Euro Gewinn soll der Laichinger Gemeindewald in diesem Jahr abwerfen. Das sieht der vom Gemeinderat abgesegnete Forstplan vor.

Die Zeichen stehen immer noch gut: Der Holzmarkt verspricht gute Preise, der Laichinger Wald liefert gutes Holz. Das jahrzehntelange nachhaltige Wirtschaften zahlt sich seit einigen Jahren regelmäßig aus. Das offenbart sich auch im Forstplan für dieses Jahr. 6500 Festmeter Holzschlag ergeben knapp 400.000 Euro Erlös. Dieser wird geschmälert durch die Ausgaben: 142.000 Euro kostet das Personal, weitere 55.000 Euro sind für Holzfällung und Aufbereitung fällig. Zudem muss die Stadt Beiträge für Forst- und Wirtschaftsverwaltung in Höhe von 46.000 Euro leisten. Auch die Nachhaltigkeit hat ihren Preis: Bestandspflege, Waldschutz und auf 2,1 Hektar Kulturanbau schlagen mit über 18.000 Euro zu Buche. Unterm Strich bleiben jedoch immer noch 126.000 Euro im Gemeindesäckel.

Die zehnprozentigen Verwaltungsbeiträge erscheinen viel, doch das sieht das Bundeskartellamt nicht so. Das erkennt in diesem baden-württembergischen System Wettbewerbsnachteile, wo die Holzströme aus Staats-, Kommunal-, und Privatwald gebündelt werden. Ob sich dadurch für die Stadt etwas verändere, wollte Martin Schwenkmezger wissen. Eine konkrete Antwort musste Fachdienstleiter Thomas Herrmann ihm schuldig bleiben, das Verfahren laufe noch. Er betonte allerdings, dass diese Form der Waldwirtschaft für die Gemeinden die günstigste ist: "Land und Kreis zahlen da kräftig drauf." Genau daran stößt sich jedoch das Kartellamt. Herrmann beruhigte allerdings, dass vorerst für die Kommunen alles bleibe wie gehabt.

In einem kurzen Rückblick informierten Herrmann und Revierförster Alfred Daiber über das abgelaufene Forstjahr. So berichtete Herrmann dem Gremium über einen Holzerlös von 144.000 Euro, dabei sei das Soll im Holzeinschlag wegen der Witterung noch nicht erreicht. Zum planmäßigen Gewinn führten Erlöse aus dem Holzschlag vom Vorjahr, der erst in 2014 verkauft werden konnte. "Dieser Winter ist der erste, in dem wir keinen Frost hatten und auf dem weichen Waldboden wollten wir, um den Boden zu schonen, keine Rückegassen bilden", erklärte Daiber den Rückstand beim Holzeinschlag. Rund vier Wochen zusätzliche Arbeit habe der Eisbruch Ende November gebracht.

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