Kultur Wainer Beziehungskisten

Klaus Jonski bei seiner Lesung im Kulturstadel in Wain.
Klaus Jonski bei seiner Lesung im Kulturstadel in Wain. © Foto: Kurt Högerle
Wain / Kurt Högerle 02.11.2018

Klaus Jonski schreibt gerne, noch lieber aber beobachtet der pensionierte Lehrer aus Mittelbiberach seine Mitmenschen. Klar, dass auch die Beziehungen, Verwirrungen und Verirrungen seiner Protagonisten reichlich Stoff für seine Kurzgeschichten liefern. Schon mehrere Bücher hat er veröffentlicht. Jonski nahm sich  bei seiner Lesung in der Weihungsgemeinde seine Beziehungen zu und in Wain in seiner besten Kurzgeschichte vor. Seine erste Stelle als Lehrer trat er dort 1962 an. In Wain fand er seine Frau und hier blieb er immerhin elf Jahre. Als Fremder in ein Dorf zu kommen, ist nie einfach, und für einen Ostpreußen schon zweimal nicht. Und das galt erst recht für  einen fremden Lehrer, dem die Dorfbewohner ihre Kinder anvertrauen sollten.

Alles nicht so einfach

Die Arbeitsbedingungen, so wurde aus Jonskis Texten schnell deutlich, waren katastrophal. Noch katastrophaler war die Unterbringung des Junglehrers. Heiter und nachsichtig erzählte er vom Gerede der Dörfler, als seine Zuneigung zu seiner späteren Frau, ebenfalls Lehrerin in Wain, publik wurde.  „Die werden wohl heiraten müssen“, hieß es hinter vorgehaltener Hand, als sich die beiden offiziell verlobten. Verschmitzt kommentierte Jonski die Bemühungen des Dorffunks, die Beziehungen der beiden Lehrer zu deuten.

Veronika Maybach konnte krankheitsbedingt den musikalischen Part nicht übernehmen. Für sie sprang Sabine Vigenschow aus Burgrieden ein.

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