Wain Wainer Akteure ernten viel Lob

Das Weihnachtstheater in Wainkam bei den Besuchern gut an.
Das Weihnachtstheater in Wainkam bei den Besuchern gut an. © Foto: Vanessa Arslan
Wain / VANESSA ARSLAN 31.12.2014
Mit schwäbischem Humor und viel Einsatz auf der Bühne gewannen die Laienschauspieler die Herzen der großen und kleinen Zuschauer. Regisseur Jörg Schäfer war zufrieden mit der Resonanz des Publikums.

Kinderlachen hallte bei der Vorpremiere des Schauspiels "Dreimal Schwarzer Kater" durch die Wainer Mehrzweckhalle, als Jochen Fromm alias Norbert Dreher eine schwarze Plüschkatze aus seiner Aktentasche holte und dabei eine gequälte Grimasse zog. Die Katze ist der Dreh- und Angelpunkt des Stücks der Laienschauspieler des TSV Wain.

Claudia Schobels (Sabrina Engelmeyer) geliebter Kater Peterle, dargestellt durch die Stoffkatze, wird im Stück überfahren. Verzweifelt irrt Claudia umher und versucht ihr Peterle mit "Feini" anzulocken, wie sie die Leckerlis für ihr Haustier nennt. Doch der Kater taucht nicht auf. Als sie erfährt, dass er nicht mehr lebt, ist das Chaos vorprogrammiert. Die rund 40 Zuschauer, Eltern mit Kindern, verfolgten den Trubel auf der Bühne.

Ob sich Claudias Mann Reinhard, gespielt von Simon Böhringer, lauthals über seinen Sohn und ewigen Studenten Oliver (Manuel Kächler) beschwerte oder Nachbar Norbert die Schwärmereien seiner Frau Brigitte (Lisa Maier) für ihren Yogalehrer nicht mehr hören konnte, alles wurde mit viel Elan gespielt. Auch die hysterische Art von Reinhards Schwester Doris Schobel (Sabrina Kammerer) brachte so manchen Zuschauer zum Schmunzeln. "Die Kindervorstellung ist für uns eine Art Generalprobe", sagte Regisseur Schäfer. Die Schauspieler sind dann zum ersten Mal geschminkt und vollständig kostümiert auf der Bühne. Sie spielen das Stück auch erstmals nicht vor einer leeren Halle. Die Kinderaufführung am Nachmittag ist kostenlos. "Für unsere Verhältnisse sind sehr viele Zuschauer gekommen", freute sich Schäfer.

Auch bei der Premiere am Abend kamen rund 180 Gäste. Eine gute Zahl für die Gruppe des TSV Wain. Bei der "Generalprobe" holperte es an manchen Stellen etwas mit dem Text und auch bei der Premiere ging im dritten Akt etwas daneben, blickte der kritische Regisseur zurück. Der Stimmung der Besucher tat das aber nichts ab. Selten hatten die Wainer eine solch enthusiastisches Publikum. Ganz begeistert waren sie von den Laiendarstellern.

Aber auch die Helfer hinter der Bühne sollten nicht vergessen werden. Die Souffleusen Elsa Bopp und Sonja Wehr leisteten gute Arbeit. Ebenso das Team, das für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich war. Bewirtet hat die Turnabteilung des TSV Wain. Regisseur Schäfer war mit dem Andrang und der Resonanz mehr als zufrieden und blickt den kommenden Vorstellungen positiv entgegen.

Weitere Aufführungen: Das Theaterstück wird noch gezeigt am Freitag, 2. Januar, um 19 Uhr, am Samstag, 3. Januar, um 19 Uhr, Dienstag, 6. Januar, um 14 Uhr.

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