Erbach Von Wagner bis Rossini

FRANZ GLOGGER 25.02.2016
Viel Beifall nach den beiden jüngsten Konzerten: Die Illersinfoniker unter Leitung von Rustam Keil sind beim Publikum gut angekommen.

Eine musikalische Reise quer durch Europa haben die "Illersinfoniker", das Streichorchester der Musikvereinigung Senden-Ay-Oberkirchberg, unternommen - einmal bei den Winterkonzerten im Haus des Landkreises in Ulm und ein weiteres Mal in der Erbacher "Erlöserkirche".

Mit Richard Wagners "Festouvertüre" in der Mitte des Kontinents beginnend führte der Weg zunächst in den hohen Norden. Dort widmeten sich die 30 Musiker der "Peer Gynt-Suite Nr. 2" und dem "Norwegischen Tanz Nr. 2" von Edvard Grieg. Schnurstracks ging es danach in den Süden, nach Italien, von wo Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi und Enrico Toselli stammen. Unter anderem wurden die Ouvertüre der Rossini-Oper "Der Barbier von Sevilla" und Verdis Preludio aus der Oper "La Traviata" zu Gehör gebracht. Ein Höhepunkt waren Rossinis Variationen für Klarinette und Orchester mit Brigitte Wörz als Solistin. Ihre Leistung honorierten die Besucher mit stürmischem Applaus. Ursprünglich stand auch die Uraufführung der "Oktobertage" auf dem Programm, ein Konzert für Cello und Orchester des Ulmer Komponisten Basti Bund. Angesichts etlicher Erkrankungen wurde das Werk jedoch aus dem Programm genommen, erläuterte Leiter Helmut Rank. Der Leistung des von Rustam Keil dirigierten Orchesters tat dies keinen Abbruch, was die Besucher in beiden Konzerten auch mit anhaltendem Beifall honorierten.

Die Illersinfoniker sind am 12. März beim großen Jahreskonzert im Bürgerhaus Senden nochmal zu hören, außerdem die Akkordeonisten, das Blasorchester und das Jugendorchester der Musikvereinigung. Der Abend steht unter dem Motto "Bella Italia - eine musikalische Reise durch Italien". Der Eintritt kostet neun Euro, zwei Euro gehen als Spende an die "Kartei der Not".