Schule Von Kirchberg aus zum Mond

Phantasievolle Kostüme und Masken gibt es beim Musical „Peterchens Mondfahrt“  der Grundschule Kirchberg zu bewundern.
Phantasievolle Kostüme und Masken gibt es beim Musical „Peterchens Mondfahrt“ der Grundschule Kirchberg zu bewundern. © Foto: Manuela Rapp
Kirchberg / Manuela Rapp 15.02.2018
Die Grundschule Kirchberg bringt Peterchens Mondfahrt als Musical auf die Bühne. Die Rektorin hat es inszeniert.

Von Kirchberg aus lässt es sich bequem zum Mond starten – 280 Plätze pro Flug stehen   zur Verfügung. Zum Bordpersonal zählen ein fünfbeiniger Maikäfer und zwei Kinder, Peter und Anneliese. Und wer bislang glaubte, der Erdtrabant sei nicht bewohnt, der wird dabei eines Besseren belehrt werden. Ach ja, und gesungen wird auch beim Stück „Peterchens Mondfahrt“, das die örtliche Grundschule zusammen mit dem Vororchester des Musikvereins sowie Solisten in der Festhalle aufführen wird. Das Raumschiff hebt ab am Mittwoch und Donnerstag, 7. und 8. März, jeweils um 18.30 Uhr.

Der Klassiker aus der Feder von Gerdt von Bassewitz stammt noch aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Rektorin Tanja Jovanovic hat ihn zeitgemäß bearbeitet. „Ich wollte ‚Peterchens Mondfahrt’ immer mal inszenieren“, sagt sie. Es handle sich dabei um ein Grundschulstück. Ziemlich frei habe sie es dann in den Sommerferien umgeschrieben. Zusammen mit Daniela Rummenhöller führt sie auch Regie. Alle Schüler – 99 an der Zahl – werden dabei auf der Bühne stehen.

Kein Wunder also, dass die Vorlage ausgeweitet werden musste. Was den gesanglichen Teil ausmacht, „so singen wir einfache Kinderlieder, zu denen ich den Text geschrieben habe“, erläutert die Rektorin. Der neunten Klasse kommt dabei eine Art Sonderrolle zu, da ein Teil als Schauspieler agiert, der andere technische Unterstützung leistet.

Um was es in dem Stück geht, erklärt Tyron, der den „Mondmann“ gibt: „Er wohnt auf dem Mond und hat schon seit vielen hundert Jahren nichts gegessen.“ Kein Wunder, wenn der hungrige Außerirdische da zum Widersacher von Sumsemann & Co. wird. Der Zehnjährige erklärt das Tolle an seiner Rolle so: „Ich kann dabei richtig alt werden und bin groß.“ Ihm gefällt auch, dass Peter und Lisa ihn vor den Naturgeistern beschützen. Gerade lernt Tyron seinen Text auswendig: „Ich bin erst seit vier Wochen dabei“, erläutert er.

Geprobt wird seit Herbst. „Wichtige Hauptrollen haben wir schon im Sommer verteilt“, sagt Tanja Jovanovic, „nach einem Theaterprojekt.“ Dabei hätten die Mädchen und Jungs auch ihre Wünsche einbringen können. Das gilt ebenso für die Kostüme: „Die Kinder sagten, wie sie aussehen wollen.“ Sie durften ihre Vorstellungen sogar zeichnen. Die Ausstattung inklusive Perücken und Masken ist richtig putzig, zeugt von viel Phantasie – und funkeln darf es auch ein bisschen.

Ein schönes Beispiel dafür ist Laura, die als strahlende „Sonne“ auch das Werbeplakat für die „Mondfahrt“ schmückt. „Meine Maske geht über die Augen und hat Goldstreifen, mein weiß-gelb gestreiftes Kleid ist mit Glitzersteinen verziert“, beschreibt sie. Das gehört sich auch so, denn schließlich soll die „Sonne“ Licht auf die Erde bringen und Wärme.

Übrigens darf die Viertklässlerin, zu deren Hobbys das Ballet zählt, auf der Bühne ein Solo tanzen. Für die kleinen Stars hat die Schulleiterin viel Lob: „Die Kinder sind so toll. Sie sind spontan, kreativ, sind ein richtig tolles Team und helfen sich auch gegenseitig.“

Sturmriese in Aufregung

Jedenfalls fiebert Fabio alias „Sturmriese“ dem Auftritt durchaus ein wenig entgegen: „Ich bin ein bisschen aufgeregt.“ Obgleich: Etwas Erfahrung als Mime habe er schon. Er wird bei der Aufführung einen imposanten grauen Umhang tragen und eine hohe blaue Perücke, die einer Mütze gleicht. „Ich freue mich, wenn es losgeht“, bekundet er.

Noch ein bisschen warten muss Fabio freilich. Die Grundschüler starten erst nach den Ferien in die heiße Probenphase: „Ich möchte, dass sie noch sicherer werden“, hat sich Tanja Jovanovic vorgenommen.

Schüler, Eltern Lehrer: Alle helfen mit

Gemeinchaftsprojekt Musicals gibt es an der Grundschule in Kirchberg alle vier Jahre.  Eltern helfen mit, Monika Härle studiert die Sologesänge ein. Auch die Lehrer sind mit im Boot, das Vororchester des Musikvereins bringt sich ein und mehrere Instrumentalisten, aber auch der Elternbeirat, der die komplette Bewirtung übernimmt. „Wir brauchen viele Helfer“, fasst Rektorin Tanja Jovanovic zusammen.