Zu Beginn, 1999, waren es die drei Kommunen Balzheim, Illerrieden und Dietenheim sowie der Alb-Donau-Kreis, die Mitglied der VHS-G waren. Heute, 20 Jahre später, hat die Volkshochschule der Gemeinden im Alb-Donau-Kreis zwölf Mitgliedsgemeinden, als letztes kam 2005 Altheim/Alb hinzu. Rund 8000 Menschen erreicht die Volkshochschule pro Jahr mit ihren Veranstaltungen und Kursen.

20 Jahre nach der Gründung zieht das Leitungsteam der VHS-G Bilanz – und blickt auch in die Zukunft. Denn wie berichtet übergibt Wilhelm Hitzler (siehe Infokasten) Ende März die Leitung an Claudia Guther – und die hat viele Ideen.

Rund 600 Veranstaltungen

Die VHS-G gehört eher zu den kleineren Volkshochschulen. Sie habe sich aber mit rund 600 Veranstaltungen im Jahr in einer Größe und auf einem Niveau etabliert, mit dem man zufrieden sei, sagt Georg Engler, Vorsitzender des VHS-G-Vereins und Bürgermeister von Weidenstetten.

Die Volkshochschule hat in jeder Mitgliedsgemeinde Ansprechpartner vor Ort. Genau darin sieht Engler das Erfolgsrezept: „Dadurch, dass wir vor Ort eng vernetzt sind, können wir viele Vorteile nutzen.“ Etwa wenn es um Räume geht oder auf die Gemeinde zugeschnittene Kurse. Ein Beispiel hat der Öpfinger Bürgermeister Andreas Braun parat, Stellvertreter von Engler: Braun hatte bei der VHS-G angeregt, eine Führung am Öpfinger Wasserkraftwerk der SWU zu organisieren, die auch umgesetzt wurde. „Man merkt, als Bürgermeister oder auch als Bürger kann man Impulse setzen. Das ist eine Stärke“, sagt Braun. Er sieht die Angebote der VHS-G als kluge Ergänzung zum Vereinsleben.

„Wir machen Kurse mit den Menschen und für die Menschen vor Ort“, sagt Leiter Wilhelm Hitzler. Er sieht in der Arbeit der VHS-G gelebte Demokratie, dadurch werde Bildung für alle Menschen erfahrbar. Auch in Bereichen, die nicht viele Menschen ansprechen, aber wichtig seien, etwa Kurse zum Thema Arbeit und Beruf oder Grundbildung. Einen Großteil der Unterrichtseinheiten macht jedoch aktuell der Bereich Gesundheit aus, zu dem etwa Sportkurse zählen. Rund 60 Prozent der Unterrichtseinheiten entfällt darauf, erklärt Claudia Guther.

Das erste Projekt, das die neue Leiterin der VHS-G angehen will, ist die neue Homepage. Zum Herbstsemester sollen die Kunden darüber ihre Kurse buchen können. Außerdem will Guther sich verstärkt um neue Zielgruppen bemühen – der Großteil des Kundenstamms sei älter, Jugendliche erreiche man zum Beispiel fast gar nicht. Aktuelle Herausforderungen für die VHS-G sind laut Hitzler und Guther auch die Digitalisierung sowie das Finden von Räumlichkeiten und Dozenten für die Kurse.

Eine weitere Idee von Guther: Sie möchte in den drei räumlichen Bereichen der VHS-G (nördlicher Landkreis, die Spitze an der Iller sowie die Region südöstlich von Ehingen) je einen Raum mit guter technischer Ausstattung schaffen – als Standort für spezielle Angebote, die in den einzelnen, kleinen Gemeinden so nicht umgesetzt werden könnten.

Doch bevor die Arbeit für Gu­ther richtig los geht, wird erst das 20-jährige Bestehen gefeiert – im Kultursaal im Öpfinger Rathaus. Ein bewährter Rahmen, denn exakt dort wurde auch schon der zehnte Geburtstag der VHS-G gefeiert. Zum Festabend am Freitag, 29. März, ist unter anderem Landrat Heiner Scheffold angekündigt.

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Wechsel: Wilhelm Hitzler, bis 2016 stellvertretender Leiter des Staatlichen Schulamts Biberach, leitete und prägte die VHS-G zehn Jahre lang ehrenamtlich. Seine hauptamtliche Nachfolgerin, Claudia Guther, kam 2017 zur Volkshochschule. Sie hat schon als Lehrerin, aber auch als Diplomverwaltungswirtin im Finanzmanagement gearbeitet und sieht die Arbeit bei der VHS-G als ideale Verbindung aus beiden Bereichen.