Kommunalpolitik Viel Lob zum Abschied

Amtswechsel in Rammingen (von links): Andrea Häcker mit ihrem Mann, dem bisherigen BM Karl-Friedrich Häcker, stellvertretender Landrat Markus Möller, der neue BM Christian Weber mit Ehefrau Claudia und stellvertretender BM Erich Rieder.
Amtswechsel in Rammingen (von links): Andrea Häcker mit ihrem Mann, dem bisherigen BM Karl-Friedrich Häcker, stellvertretender Landrat Markus Möller, der neue BM Christian Weber mit Ehefrau Claudia und stellvertretender BM Erich Rieder. © Foto: Kurt Fahrner
Rammingen / Kurt Fahrner 04.12.2018

Im Rahmen einer feierlich gestalteten Gemeinderatssitzung in der vollbesetzten Heusteighalle hat Rammingens stellvertretendes Gemeindeoberhaupt Erich Rieder den bisherigen Bürgermeister Karl-Friedrich Häcker in den Ruhestand verabschiedet. Und Christian Weber als dessen im September mit 93,4 Prozent der Stimmen neu gewählten Nachfolger für sein Amt per Diensteid verpflichtet.

Die zweieinhalbstündige öffentliche Ratsversammlung – von der örtlichen Musikkapelle und dem gemischten Chor des Gesangvereins umrahmt – nutzten Wegbegleiter, um Häckers 16-jährige Amtszeit in Rammingen sowie dessen Verdienste um das Wohl der Gemeinde zu würdigen. Nicht weniger begleiteten gute Wünsche Christian Weber in seine nun beginnende achtjährige Amtszeit als Ramminger Bürgermeister.

Erich Rieder zählte Meilensteine in Häckers Wirken für die Gemeinde auf – vom Bau eines Regenrückhaltebeckens, der Kinderkrippe und des Feuerwehrhauses über die Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete oder der Beschaffung eines modernen Löschfahrzeugs bis hin zum Breitbandausbau und der Einführung von E-Carsharing. Rund 57 Millionen Euro an Haushaltsmitteln seien unter Häcker insgesamt bewegt worden. Und seit 2015 sei Rammingen schuldenfrei, bilanzierte Rieder.

„Du hinterlässt deutlich Spuren in unserer Gemeinde“, sagte Rieder und dankte Häcker für seine kompetente, bürgernahe und ausdauernde Arbeit. Rieder wünschte Christian Weber Schaffenskraft und Freude in seinem neuen Amt.

Als stellvertretender Landrat sah Markus Möller Rammingen gut geführt, die Gemeinde sei lebens- und liebenswert, mit großem Zukunftspotenzial und einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. Dies sei zweifellos Häckers Mitverdienst. Daran könne Christian Weber anknüpfen, sagte Möller. Und signalisierte die Unterstützung des Landkreises.

Die Anzahl der Dankesworte an Häcker und gute Wünschen für Weber war beachtlich: die SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, der CDU-Landtagsabgeordnete Manuel Hagel, für den Zweckverband „Heusteige“ Asselfinges Bürgermeister Armin Bollinger, für den Verwaltungsverband Langenau Bürgermeister Daniel Salemi, für die katholische Kirchengemeinde Pfarrer Claus Stoll und Gerold Mannes namens aller Ramminger Vereine und Organisationen formulierten Grußadressen. Und es gab Abschieds- beziehungsweise Willkommens-Geschenke für Karl-Friedrich Häcker und Christian Weber.

„Ich bin beeindruckt und gerührt über das viele Lob“, sagte Karl-Friedrich Häcker in seiner Abschiedsrede und gestand, „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ seinen Lebensabschnitt als Ramminger Bürgermeister zu beenden. Ersteres, da er nun mehr Zeit für die Familie habe, nicht mehr für jedes und jeden in der Gemeinde zuständig sei und Entscheidungen treffen müsse, die nicht von jedem akzeptiert würden und deshalb „Wunden“ hinterließen.

Letzteres, da er sein Amt gerne ausübte und zusammen mit Gemeinderat und Verwaltung  manches Positive in die Wege leiten konnte. Und zudem in Rammingen Freundschaften entstanden seien, die er nicht missen wolle. Häcker dankte auch seiner Frau und seinen Töchtern, die seine Arbeit unterstützt hätten. „Auch wenn ich jetzt nach Ludwigsfeld ziehe, bleibe ich im Herzen ein Ramminger“, sagte Häcker und erhielt riesigen Applaus.

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