Merklingen Viel für Familien getan

Bürgermeister Sven Kneipp in seinem Amtszimmer.
Bürgermeister Sven Kneipp in seinem Amtszimmer. © Foto: Brigitte Scheiffele
Merklingen / BRIGITTE SCHEIFFELE 30.12.2014
Die Gemeinde Merklingen hat 2014 erneut viel in Einrichtungen für Kinder investiert. Geld fließt in die Großbaustellen an der L 1230 und in das Neubaugebiet, den Recyclinghof, den Bauhof sowie das Kinderhaus.

"Da war eine ganze Menge los", sagt Bürgermeister Sven Kneipp, rückblickend auf das Jahr 2014. "An erster Stelle denke ich an den Gemeinderat, mit dem ich intensiv, beratend und gut zusammengearbeitet habe." Stark beschäftigt habe den Merklinger Bürgermeister der mögliche neue Bahnhalt mit "sehr vielen Hintergrundgesprächen", hinzu kam der Bau des Kreisverkehrs zur L 1230 mit Ampelschaltung: "Das war enorm arbeitsintensiv." Jetzt hofft er auf eine Optimierung, weil es in der Vergangenheit zu Ampelrückstaus gekommen war. Als weiteres wichtiges Ereignis nennt Kneipp die Kommunalwahlen und die damit verbundenen personellen Änderungen im Gemeinderat: "So entstehen neue Ideen durch andere Sichtweisen, auch bei laufenden Projekten."

Im kommenden Jahr stehe als erstes der Neubau des Bauhofs an, für den die Ausschreibung der Gewerke im Januar herausgegeben werde. Nicht ganz so einfach werde sich 2015 die Umgestaltung des Recyclinghofes gestalten. Vier Flächen würden derzeit überprüft, langfristig sei an eine Kombination mit dem Grünablageplatz zu denken, der spätestens 2016 umgebaut werden müsse - will ihn die Gemeinde behalten: "Es bedarf einer Befestigung, Umzäunung und Kontrolle. Sickersäfte müssen aufgefangen und abgeleitet werden, die Vorschriften hierfür sind enorm", sagt Kneipp. Davor sei aber noch eine Zwischenlösung zu finden.

Tief Luft holen muss er beim Thema Kinderhaus: "Das waren lange, intensive Diskussionen und Fachberatungen, bis wir zur Lösung mit dem Anbau kamen." Immer wieder erfordere es große Investitionen für Kinder und Familien, denn schließlich flossen schon 180 000 Euro in den neuen Spielplatz im Neubaugebiet, dessen Boden allerdings aus unerfindlichen Gründen feucht ist. Weitere 24 000 Euro steckte die Gemeinde in die Sanierung des Spielplatzes am Laichinger Weg, 160 000 Euro fließen in die Umwandlung des Bolzplatzes an der Turnhalle. "Eine zentrale Fläche und ein Allwetterplatz, nutzbar für alle", sagt Kneipp. "Der Baubeginn ist im nächsten Jahr."

Des weiteren erinnert der Rathauschef an das 20-jährige Bestehen des Spielkreises und der Rentnerband, an die erste Hundertjährige in der Gemeinde, Margarete Regina Spahmann, die WM-Feier in Verbindung mit dem Dorffest, die Einweihung des neuen IGM-Stadels. Und an das neue Biotop, das mit einem Fest unter den Linden eingeweiht wurde. Das sei eine tolle Aktion des Albvereins gewesen. Dass der letzte Schandfleck in der Ortsmitte nun verschwinde, sei ebenso wahrscheinlich, denn schließlich seien alle Genehmigungen zum Umbau des denkmalgeschützten "Hochhauses" eingetroffen und der Architekt wirke motiviert. "Der Gemeinderat hofft, dass jetzt was passiert. Wenn die Finanzierung des Besitzers steht, kann es losgehen."

Für die ältere Bevölkerung werde die Gemeinde weiterhin Seniorennachmittage anbieten. Auch die neu eingeplante Haltestelle im Neubaugebiet komme deren Mobilität zugute. Einkaufsfahrten mit dem OKV-Mobil würden auch weiterhin stattfinden. Einige personelle Veränderungen in und um das Rathaus seien im vergangenen Jahr prägend gewesen, die aktuelle Situation aber absolut befriedigend. Als "Fluch und Segen" bezeichnet Kneipp die Lage des Ortes direkt an der Autobahn in Bezug auf die zunehmenden Einbrüche, er wünscht sich deswegen mehr "Polizei-Präsenz, auch auf der Laichinger Wache". Und für sich persönlich hat er auch einen Wunsch fürs kommende Jahr, auch wenn er nicht glaubt, dass er in Erfüllung geht: "Aufgrund der Arbeitsintensivität komme ich häufig spät nach Hause. Ich hätte gerne mehr Zeit für meine Familie."

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel