Zwei Schweine sind am Dienstag im Blausteiner Ortsteil Klingenstein gestorben, nachdem sich die Türe einer Transportbox im Anhänger eines Viehtransporters geöffnet hatte und die Tiere auf die Straße fielen. Der 28-jährige Fahrer des Lastzugs rief um 7.36 Uhr selbst die Polizei.

Kurz nach dem Bahnübergang Klingenstein hatte der Mann bemerkt, dass die Tür offen stand. Das erklärt Uwe Krause, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ulm auf Nachfrage. Der Fahrer habe daraufhin gebremst und festgestellt, dass die beiden Schlachtschweine, die in der Box waren, auf der Fahrbahn der Ulmer Straße – also der B 28 – lagen.

Ermittlungen laufen

Ein Schwein ist laut Krause unmittelbar durch den Sturz auf die Straße gestorben, ein zweites wurde verletzt und von einem alarmierten Tierarzt noch vor Ort eingeschläfert. Die Kadaver wurden  zur Tierkörperbeseitigung gebracht. Die Polizei ermittle nun, ob die Tür des Anhängers nicht richtig verschlossen war – in diesem Fall läge ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor und die Ladung wäre nicht ausreichend gesichert gewesen. Sollte die Tür sich beispielsweise beim Überqueren des Bahnübergangs „losgerüttelt“ oder wegen eines Defekts geöffnet haben, „kann man den Fahrer nicht unbedingt dafür verantwortlich machen“, sagt Krause.

Zeugin benachrichtigt SÜDWEST PRESSE

Sabine Sättele aus Wippingen hat am Dienstag die blutenden Schweine auf dem Gehweg im Bereich der Bushaltestelle Klingenstein liegen sehen. „Echt heftig“ habe es ausgesehen, sagt die Zeugin, die am Dienstag gegen 8 Uhr auf dem Weg nach Ulm war. Nachdem sie in den nächsten Tagen nichts zu dem Vorfall in der Zeitung gelesen hatte, meldete Sättele sich bei der SÜDWEST PRESSE. Polizeisprecher Uwe Kause bestätigte daraufhin den Vorfall. Der Lastzug eines Viehhandels aus dem Alb-Donau-Kreis sei vermutlich auf dem Weg zum Schlachthof in Ulm gewesen, als er die Schweine verlor. Insgesamt transportierte er etwa 30 lebende Schweine.

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