Illertissen Vernissage des Kunstzirkels

Freuen sich über die Vernissage (v. links): Theresia Richter-Numberger, Klaus Greck und Sabine Hader.
Freuen sich über die Vernissage (v. links): Theresia Richter-Numberger, Klaus Greck und Sabine Hader. © Foto: Manuela Rapp
Illertissen / Manuela Rapp 07.12.2018

Was ist Kunst? Gute Frage. Darauf hatte Bürgermeister Jürgen Eisen eine diplomatische Antwort: „Vergessen Sie sie gleich wieder.“ Zu viele Facetten habe das Thema. So halte er es schon eher mit Wilhelm Busch, dass Kunst die Verzierung der Welt sei. Da dürften ihm nicht nur die Gäste der Vernissage des Illertisser Kunstzirkels zugestimmt haben. Angesichts der großen Menge an Vielfalt und Kreativität der 17 Aussteller – zwölf davon Maler, fünf Kunsthandwerker – erscheint das Zitat mehr als zutreffend. Ausstellungsleiter Klaus Greck jedenfalls hatte wieder ein gutes Händchen. Musikalisches Talent am Flügel zeigte Matthias Neumann. Für die Vorsitzende der Künstler, Sabine Hader, ist die Schau „das Highlight des Jahres“. Dies bereits zum 26. Mal. Jeder arbeite darauf hin.

Ein Motto wurde nicht gewählt. „Es ist immer schwierig für Künstler, eines zu finden.“ In erster Linie wollten die Ausstellenden ihr Schaffen zeigen. Dass die Eröffnung mit dem Start des Weihnachtsmarkts gekoppelt ist, hat Tradition. „Kunst verbindet uns Menschen“, bemerkte Andreas Lazarek in seiner Laudatio. Mit diesem Satz lässt sich auch die enge Verbindung des Kunstzirkels zum Benild-Hospiz beschreiben, dessen Geschäftsführer er ist. Kreativität öffne Herzen, fördere den Dialog. Farben und Formen verzauberten, schafften Verbindung. Das weiß Lazarek aus Erfahrung, denn Mitglieder der Vereinigung stellen im Hospiz bereits aus. Bewunderung drückte auch der Bürgermeister aus: „So mancher könnte neidisch werden auf Ihre Ideen.“ Die Gestaltungsfreiheit in der Politik sei viel mehr eingeschränkt. „Die Politik schließt Kompromisse.“

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