Großer Medien-Andrang im Donausaal in Ulm: Dort ist am Donnerstag das Verfahren gegen fünf Angeklagte eröffnet worden, denen vorgeworfen wird, in der Halloweennacht eine 14-Jährige mehrfach vergewaltigt zu haben. Staatsanwalt Michael Bischofberger verlas in der Verhandlung des Landgerichts Ulm die Anklageschrift. Den fünf jungen Männern zwischen 15 und 27 Jahren wird vorgeworfen, das betrunkene Mädchen am Abend des 31. Oktober 2019 überredet zu haben, mit ihnen in eine Asylbewerberunterkunft in Illerkirchberg zu fahren, in der einer der Angeklagten lebte.

14-Jährige an Halloween mehrfach vergewaltigt - Angeklagte sagen nicht aus

Dort sollen sie dem Mädchen Betäubungsmittel eingeflößt und die wehrlose 14-Jährige bis zum Abend des 1. November mehrfach vergewaltigt haben. Vier der Angeklagten sollen dabei aktiv Gewalt ausgeübt haben, einer soll dabei Hilfe geleistet und Betäubungsmittel verabreicht haben. Die Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern, nutzten die Angeklagten nicht. Gegen 9.30 Uhr war der erste Sitzungstag damit beendet.
AfD-Mitglieder (Markus Mössle) mit einem Plakat vor der Donauhalle beim Prozessbeginn wegen mehrfacher Vergewaltigung einer 14-Jährigen in der Halloweennacht.
AfD-Mitglieder (Markus Mössle) mit einem Plakat vor der Donauhalle beim Prozessbeginn wegen mehrfacher Vergewaltigung einer 14-Jährigen in der Halloweennacht.
© Foto: Samira Eisele
Vor der Donauhalle protestierten AfD-Mitglieder mit einem Plakat.

Fall erinnert an Vergewaltigung eines Mädchens in Laupheim

Erst vergangene Woche waren drei Männer wegen Vergewaltigung einer 14-Jährigen vom Landgericht Ravensburg zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten das Mädchen in Laupheim (Kreis Biberach) laut Urteil mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht und vergewaltigt. Ihre 13-Jährige Freundin musste das mit ansehen und wurde sexuell missbraucht.

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