Kommunen Vergabe öffentlicher Aufträge auf e-Plattform

Ulm/Neu-Ulm / swp 03.01.2018
Die Vergabe von Aufträgen in Städten und Gemeinden geht in diesem Jahr unter dem Dach der Innovationsregion Ulm.

Weniger Kosten, schnellerer Zugang, mehr Transparenz: Eine regionale Vergabeplattform für digitale Ausschreibungen soll künftig Unternehmen einen vereinfachten Zugang zu Aufträgen ermöglichen, teilt die Innovationsregion Ulm mit. Der Grund: Die Anzahl der Ausschreibungen, die rechtlichen Anforderungen an die Vergabeverfahren und damit der Aufwand für Mitarbeiter in den Verwaltungen und Firmen haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Und: Vom 18. Oktober an sind EU-Vergabeverfahren vollständig elek­tronisch über eine Vergabeplattform abzuwickeln.

Betreuung in Ulm

Unter dem Dach der Innovationsregion Ulm haben sich auf Initiative der Stadt Ulm insgesamt zehn Partner zusammen gefunden, um eine gemeinsame Plattform einzurichten. Die Voraus­setzungen wurden von einem Arbeitskreis „e-Vergabe“ geschaffen. Ihm gehörten Mitarbeiter der Städte Ulm und Neu-Ulm, der Landkreise Alb-Donau und Neu-Ulm, der IHK Ulm und der Handwerkskammer Ulm sowie Bürgermeister Karl Janson als Vertreter der Bürgermeister des Landkreises Neu-Ulm an. Die weitere fachliche Betreuung erfolgt weiterhin durch die Stadt Ulm.

„Die Plattform wird nicht nur den Unternehmen nutzen, sondern auch den Verwaltungen Vorteile bringen“, erläutert Landrat Thorsten Freudenberger, der Vorsitzende der Innovationsregion Ulm, in der Mitteilung. Die Mitglieder der Innovationsregion haben zudem die Möglichkeit, über Einzelverträge mit dem künftigen Anbieter die neue Software und die Plattform zu nutzen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Stadt Ulm mit Entsorgungsbetrieben, die Stadt Neu-Ulm, der Kreis Neu-Ulm, Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, die Sanierungstreuhand Ulm GmbH, die Städte Illertissen, Vöhringen, Blaustein, Blaubeuren und der Verwaltungsverband Langenau mit 13 Verbandsgemeinden.

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