Querspange Verfahren betrifft 341 Eigentümer

Der Vorstand der Flurneuordnung Ersingen-Donaurieden ist am Donnerstagabend gewählt worden .
Der Vorstand der Flurneuordnung Ersingen-Donaurieden ist am Donnerstagabend gewählt worden . © Foto: Franz Glogger
Ersingen / Franz Glogger 13.10.2018

Mit 120 Besuchern in der Mehrzweckhalle Ersingen, darunter Bürgermeister Achim Gaus und die Ortsvorsteher der betroffenen Gemeinden, hatte die Flurneuordnung (FNO) Ersingen/Donaurieden am Donnerstag einen starken Start. Das im Zuge des Baus der Querspange B 311/B 30 anberaumte Verfahren umfasst eine Fläche von 769 Hektar mit 341 Eigentümern.

Im Mittelpunkt standen die Wahlen eines Vorstandes, quasi „der Gemeinderat“ der Teilnehmergemeinschaft, erläuterte Marc Bierkamp, Leiter Fachdienst Flurneuordnung im Landratsamt Alb-Donau. Wie ein Gemeinderat könne das Gremium autark entscheiden, sagte Bierkamp auf Nachfrage. Üblich sei es jedoch, dass vor wichtigen Vorgängen Versammlungen stattfinden. Um jedwedem Verdacht auf Mauscheleien zuvorzukommen, sei der Vorstand an der Neuverteilung nicht beteiligt. Diese werde ausschließlich von der FNO-Behörde verantwortet, die auch als Aufsichtsorgan fungiere. Wie bei allen staatlichen Handlungen könnten die Betroffenen bei den einzelnen Schritten, etwa der Wertermittlung, Widerspruch einlegen beziehungsweise klagen.

Die „Königsdisziplin“ des Vorstandes sei der Wege- und Gewässerbau. „Das ist mehr als ein paar Schotterwege. Hier können Sie ihre Heimat nachhaltig gestalten“, sagte Bierkamp. Für die Ämter hatten sich im Vorfeld ausreichend Bewerber gemeldet. Gewählt wurden für Donaurieden Bernhard Maunz (Stellvertreter: Elisabeth Lebherz), Ersingen Eberhard Pfund (Otto Greiff), Oberdischingen Stefan Bader (Gabriel Kolb), Stetten Ewald Baur (Hermann Reiser), Dellmensingen/Erbach Karl-Josef Hermann (Alexander Hornung), sowie als Vertreter der Allgemeinheit Manfred Staudacher (Georg Remmele).

Die Ermittlung der Grundstückswerte beginnt am 25. Oktober. Sie ist öffentlich und muss per Gesetz von auswärtigen Sachverständigen durchgeführt werden. Bis in den Dezember werden Bodengutachter über die Felder ziehen. Gesucht werden hierfür noch Helfer, Tel. (07391) 779 25 77.

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