Kommunales Urnenbegräbnisse jetzt auf allen drei Friedhöfen

Illerrieden / Beate Reuter-Manz 16.05.2018
Auch in Illerrieden sind neue Bestattungsformen nachgefragt. Auf allen drei Friedhöfen sind jetzt Urnenbegräbnisse möglich.

Neue Bestattungsformen sind nachgefragt. Auch auf dem Land. Der Illerrieder Gemeinderat hat dem jetzt Rechnung getragen und einen Grundsatzbeschluss gefasst. In Zukunft sollen auf allen drei Friedhöfen, also in Illerrieden, Dorndorf und Wangen,  nach und nach die Voraussetzungen für Rasengrabfelder und Bestattungen unter Bäumen geschaffen werden. Nicht im Illerrieder Angebot sind auch künftig anonyme Begräbnisse.

Zuvor stimmte der Gemeinderat einmütig für die Anschaffung von neuen Urnenstelen. Während es auf dem Illerrieder Gottesacker bereits sieben Betonstelen gibt, fehlte diese Bestattungsmöglichkeit in Dorndorf und Wangen bisher gänzlich. Handlungsbedarf war angesagt, zumal auch in Illerrieden aktuell nur noch eine Urnenkammer frei ist. Zusammen mit dem Unternehmen V+P Friedhofskonzepte hat die Verwaltung ein Konzept entwickelt. Demnach sollen auf dem Friedhof in Illerrieden im vorderen Bereich, gegenüber der Kirche,  sukzessive drei weitere Urnenwände mit insgesamt 48 Doppelkammern aufgebaut werden.  Dafür vorgesehen ist eine knapp 40 Quadratmeter große, an drei Seiten eingefasste Fläche.

In Dorndorf ist auf einem größeren Rasenstück gegenüber den jetzigen Urnen-Erdgräbern eine Kreuzstele mit 16 Doppelkammern geplant. Eine solche gibt es auch für Wangen und zwar etwa in der Mitte des Gottesackers. Alle drei Friedhöfe sollen mit den gleichen Modellen ausgestattet werden: einer schlanken Version aus Edelstahl mit Verschlussplatten aus schwarzem Granit. Die aktuellen Stelen aus Beton in Illerrieden hätten im Laufe von nur wenigen Jahren bereits einen dicken Grünbelag angesetzt, hieß es. Nur ein Ratsmitglied hätte lieber eine mit Sandstein verkleidete Stele gesehen. Der Rest votierte für den langlebigen, wetterbeständigen reinen V4A-Edelstahl.

Nach den Worten von Bürgermeister Jens Kaiser lässt sich die Gemeinde die Aufwertung der Friedhöfe rund 60 000 Euro kosten. Die Stelen sollen demnächst bestellt werden. Der Einbau auf den Friedhöfen soll unmittelbar nach der Sommerpause beginnen.

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