Bauen Unterkirchberg: Gemeinderat beschäftigt sich mit Ortsmitte

Franz Glogger 29.05.2017

Der Abbruch der Hofstelle und der Bau eines Mehrfamilienhauses mit 25 Wohnungen war der Wunsch eines Bauträgers für das Grundstück 53 in der Unterkirchberger Hauptstraße. Einer derart massiven Bebauung wollte der Gemeinderat nicht zustimmen. Das Gremium erließ im November eine Veränderungssperre und beschloss, einen Bebauungsplan aufzustellen.

Der Plan sollte die Grundstücke 55 und 67 mit einbeziehen. Den ersten Entwurf „Bei der Mühle“ legte jetzt der Neu-Ulmer Planer Erwin Zint vor. Er hatte drei Varianten ausgearbeitet. Sie unterscheiden sich durch die Erschließung, zum Beispiel mit einer Ringstraße oder einzelnen Stichen, einer etwas lockerer oder dichterer Bebauung. Aber: Bei allen Entwürfen entsteht auf  Grundstück 53  ein größeres Wohnhaus. Zint orientiert sich dabei an einem großen Bauernhaus mit dem Giebel an der Straße. Daran soll im Winkel ein kleinerer Gebäudeteil anschließen.

Ob diese Form oder eine andere, der Planer empfiehlt sich „dominant“ an der für Unterkirchberg typischen Bebauung eines Straßendorfs zu orientieren. Um eine historische und zugleich zeitgemäße Bebauung zu vereinen, empfehle er weiter, einen Gestaltungsbeirat zu installieren. Das in der Regel aus Fachleuten, Vertretern des Gemeinderats und der Verwaltung bestehende Gremium soll ausloten, was möglich, was erwünscht ist. Die Bebauung im rückwärtigen Bereich ist ohne Ausnahme weniger wuchtig geplant. Der Rat stimmte bei einer Enthaltung zu, alle Varianten mit den Eigentümern zu diskutieren. Favorisiert wird eine, die eine abschnittsweise Erschließung möglich macht.