Kommunikation Aufbau eines überörtlichen Breitbandnetzes

Joachim Schäfer (von links), Giuseppe Lapomarda, Jakub Kelmendi, Benjamin Eger; bei der Arbeit nahe Beutelreusch.
Joachim Schäfer (von links), Giuseppe Lapomarda, Jakub Kelmendi, Benjamin Eger; bei der Arbeit nahe Beutelreusch. © Foto: Franz Glogger
Illerkirchberg / Franz Glogger 16.04.2018

Mit der Verlegung eines unscheinbaren grauen Leerrohrs hat vergangene Woche der Aufbau eines Backbone-Netzes im südlichen Landkreis begonnen. Die sieben Gemeinden Balzheim, Dietenheim, Illerrieden, Illerkirchberg, Staig, Schnürpflingen und Hüttisheim haben sich zum Aufbau eines überörtlichen Breitbandnetzes zu einem Verbund zusammengeschlosssen. Sie erhoffen so, günstigere Preise bei Ausschreibungen zu bekommen.

Symbolisch haben die stellvertretenden Bürgermeister von Illerkirchberg, Joachim Schäfer und Giuseppe Lapomarda, Jakub Kelmendi von der Firma Jäkel und Benjamin Eger vom Illerkirchberger Bauamt mit Spaten also die Erde von einem angebaggerten Graben an einem Feldweg bei Beutelreusch freigeschaufelt. Rund 75 Zentimeter tief müssen Leerrohre und Kabel verlegt werden: „Damit kein Pflug ihm zu nahe kommt“, erklärt Kelmendi. Teilweise sind neue Gräben nötig, teilweise haben die Gemeinden bei anderen  Bauarbeiten bereits Leerrohre verlegt. An einigen Strecken werden auch bestehende Glasfasertrassen gepachtet.

Lapomarda freut sich über den Start, trotz erheblicher Kosten, die an den Gemeinden hängen bleiben. „Wir sind überzeugt, dass keine Kommune an einer Versorgung mit Glasfaser vorbeikommt. Private wie Firmen werden voraussetzen, dass schnelles Internet selbstverständlicher Teil der Infrastruktur ist.“

Die Trasse verläuft von Illerkirchberg über Staig, Weinstetten nach Hüttisheim. Zwischendurch geht es über Ammerstetten nach Schnürpflingen und weiter nach Illerrieden und das Illertal entlang. Derweil stehen auch die Kosten für die Eigentümer fest. Bis fünf Meter nach Grundstücksgrenze sind es bei sofortiger Teilnahme 990 Euro. Jeder weitere Meter kostet 85 Euro. Hinzu kommen 90 Euro für das Setzen einer Abschlussdose im Gebäude. Ein späterer Anschluss kostet 2500 Euro.