Bernstadt Schulbusverkehr: Unmut der Eltern wächst

Während Real-, Förder- und Gemeinschaftsschüler 40 Minuten vor der ersten Stunde eintreffen, kommen die Gymnasiasten meist zu spät in den Unterricht. (Symbolbild)
Während Real-, Förder- und Gemeinschaftsschüler 40 Minuten vor der ersten Stunde eintreffen, kommen die Gymnasiasten meist zu spät in den Unterricht. (Symbolbild) © Foto: Giacinto Carlucci
Bernstadt / Petra Lehmann 16.05.2018
Für die Verbindung von Bernstadt nach Langenau und zurück ist immer noch keine Besserung in Sicht.

Die Situation wird für die Eltern und Schüler langsam unerträglich. Seit im September vergangenen Jahres der Schulbeginn in den Langenauer Schulen von 7.25 Uhr auf 8 Uhr verlegt wurde, läuft bei der Schülerbeförderung nichts mehr rund. Jedenfalls was den Busverkehr zwischen Bernstadt und Langenau angeht. Eltern wie Schüler sind zunehmend verärgert: Während Real-, Förder- und Gemeinschaftsschüler 40 Minuten vor der ersten Stunde eintreffen, kommen die Gymnasiasten meist zu spät in den Unterricht. Auch bei der Rückfahrt hakt es, weil viele Schüler lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen und erst nach 14 Uhr wieder zu Hause sind.

Entsprechend groß war nun das Interesse der Eltern an der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, in der das Thema noch einmal beraten werden sollte. „Leider gibt es noch keine konkreten Ergebnisse“, berichtete Bürgermeister Oliver Sühring. „Es wird gegenwärtig noch geprüft.“

Für die Eltern war das keine befriedigende Aussage, auch wenn der Bürgermeister die Sorgen der Betroffenen gut verstehen kann: „Wir als Gemeinde können rechtlich leider nicht mehr machen, als immer wieder anzuregen und Gespräche zu führen.“ Das letzte habe erst Anfang Mai stattgefunden.

Ein Problem sei, erläuterte Sühring, dass die von der RAB betriebene Linie keine Zuschüsse vom Kreis erhalte und eigenwirtschaftlich betrieben werden müsse. Im Gespräch sei ein Gelenkbus, der die Bernstadter Schüler auf einmal abholen und alle weiterführenden Schulen anfahren soll. Eventuell komme auch ein zweiter Bus in Frage.

Sichtlich verärgert über die unbefriedigende Situation zeigten sich auch die Gemeinderätinnen Sabine Megnin und Sandra Kauer. „Da hat man ein Schulkonzept entwickelt, ohne daran zu denken, wie und wann die Kinder zur Schule kommen“, klagte Megnin. Kauer ergänzte: „Eltern haben wieder angefangen, die Kinder mit dem Auto zu fahren oder sie nach der siebten Stunde abzuholen.“ Das sei ja wohl nicht Sinn der Sache.