Umweltpreis Umweltpreis: Höhlenverein Blaubeuren ist der Sieger

Urkunden gab es, außerdem Schecks und Bücher: Die Preisträger des Umweltpreises 2017 des Alb-Donau-Kreises wurden gestern im Haus des Landkreises ausgezeichnet. Der Siegerpreis ging an den Höhlenverein Blaubeuren.
Urkunden gab es, außerdem Schecks und Bücher: Die Preisträger des Umweltpreises 2017 des Alb-Donau-Kreises wurden gestern im Haus des Landkreises ausgezeichnet. Der Siegerpreis ging an den Höhlenverein Blaubeuren. © Foto: Volkmar Könneke
Blaubeuren / Samira Eisele 08.12.2017
1500 Euro gehen für die Geotop- und Biotoppflege in Blaubeuren. Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis ehrt insgesamt elf Preisträger in vier Kategorien.

Der Stall der Schweine Fritzel und Anabel in Griesingen, gebaut mithilfe von Schülern. Blumen im Garten von Annette Ziegler aus Beimerstetten-Eiselau. Jugendliche in Gummistiefeln und  -latzhosen bei der Achputzete in Langenau. Fotos an den Wänden des Kleinen Sitzungssaals im Haus des Landkreises in Ulm zeigten, wie Umweltschutz aussehen kann. Elf Personen und Gruppen erhielten gestern den mit 4000 Euro dotierten Umweltpreis 2017 des Alb-Donau-Kreises, den Landrat Heiner Scheffold in vier Kategorien verlieh.

„Ihr ehrenamtliches Engagement hat zu erfolgreichen Ergebnissen geführt bei der Daueraufgabe, den Landschaftspflege- und Naturschutzgedanken immer wieder zu neuem Schwung zu verhelfen – und das mit möglichst vielen überzeugten und überzeugenden Projekten und Multiplikatoren“, sagte Scheffold bei der Preisverleihung, zu der fast alle Preisträger gekommen waren. Durch ihr Engagement machten die Ausgezeichneten die Landschaftspflege bekannt: Denn Naturschutz gelinge nicht durch Verbote, sondern dann, wenn er „aus innerer Überzeugung“ gelebt werde.

Sieger ist der Höhlenverein Blaubeuren. Der Verein bindet Jugendliche bei der Erforschung und dem Schutz mehrerer Höhlen als Biotop und Geotop mit ein. Dafür erhält er ein Preisgeld von 1500 Euro. „Sie haben den Preis verdient“, sagte Heiner Scheffold und bekam zum Dank vom Vorsitzenden Markus Boldt die Einladung, „jederzeit und immer“ einen Blick in die Höhlen zu werfen und die Jugendlichen bei der Arbeit zu unterstützen.

In der Kategorie „Vorbildlich mit Auszeichnung“ erhalten der Nabu Blaubeuren sowie  der BUND Blaubeuren mit der Initiative „Tu was! – Sonderbuch aktiv“ je 800 Euro. Der Nabu hat unterhalb des Rusenschlosses einen 100 Quadratmeter großen Riedteich angelegt, in dem Pflanzen und Tiere Heimat finden. Der BUND und „Tu was“ haben Leiteinrichtungen und zwei Tunnel für Amphibien entlang der Kreisstraße Sonderbuch-Wippingen eingerichtet.

„Vorbildlich“ sind laut Auszeichnung des Landratsamts drei Projekte, die je 300 Euro erhalten: Der naturnahe Garten von Annette Ziegler aus Beimerstetten-Eiselau, der auch als „Lernort Bauernhof“ für Besucherführungen dient; das „Grüne Klassenzimmer“, das der BUND Blaustein in der Winterhalde betreibt und das fünf mal zwei Meter große Insektenhotel, das Udo Strehle oberhalb des Blaubeurer Riedes angelegt hat.

Ein Buchgeschenk in der Kategorie „wertvoll“ erhalten der Naturerlebnishof Michaela Haug und Heiner Sigmund aus Griesingen, der für die Pflege-Schweine der Natur-Erlebnis-AG der Längenfeld Gemeinschaftsschule Ehingen ein Gehege und eine  Hütte gebaut hat; der Bürgerverein Markbronn für die Landschaftspflege mit Jugendlichen an der Grotenbergbuche; der Schwäbischer Albverein Ehingen für ein Wacholderheidenprojekt am Stoffelberg; die Mensch-Tier-Umwelt-AG des Robert-Bosch-Gymnasiums Langenau; Patrick Kober und Holger Ruf aus Blaustein für ihr Projekthaus, in dem die Nutzung von nachhaltigen Heizungssystemen untersucht wird.

Thematisch offener Wettbewerb

Ausschreibung Zum 13. Mal seit 1990 hat der Alb-Donau-Kreis einen Umweltpreis vergeben, um Initiativen und Projekte zu unterstützen. Der Preis ist thematisch offen: Die Ausschreibung nannte praktische Maßnahmen auf dem Gebiet des Naturschutzes, der Landschaftspflege, des Gewässerschutzes, im Bereich der Abfallwirtschaft und -vermeidung, der Energieerzeugung und -einsparung, beim Immissionsschutz sowie der naturnahen bäuerlichen Gartenkultur.

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