Sanierung TSG überträgt Turnhalle der Gemeinde

Illerkirchberg / Franz Glogger 25.07.2018

Mit je einstimmigen Beschlüssen haben der Gemeinderat Mitte Juli und die TSG Oberkirchberg per außerordentlicher Mitgliederversammlung am Freitag den Besitztausch der TSG-Turnhalle vereinbart. Der Beschluss des Gemeinderats beinhaltet eine Zahlung von 210 000 Euro – der vom Gutachterausschuss der Gemeinde festgestellte Verkehrswert. Damit kann mit der Generalsanierung das „erste neue Zeitalter“ der 1927 eingeweihten Halle beginnen, sagte Vorsitzender Thomas Schmidberger.  Zunächst ändere sich überhaupt nichts, denn der Besitzübergang findet erst Ende 2042 statt. Die Vertragspartner hatten dieses Konstrukt gewählt, um die unumgängliche Sanierung jetzt über die Bühne bringen zu können. Ohne die vereinbarte Zahlung könnte die TSG die Erneuerung nicht schultern.

Seit den Pfingstferien laufen bereits die Arbeiten, berichtete Schmidberger. Zunächst musste umfangreich zurückgebaut werden. Vor allem für einen besseren Brandschutz wurde die alte Holzverkleidungen abmontiert, der Kunststoffputz von den Wänden geschabt, wurden Deckenverkleidungen samt Unterkonstruktion beseitigt. Erinnerungen an rauschende Feste in der Halle wurden wach, als der Dachboden von einer Unmenge Utensilien entrümpelt und die Bar im Obergeschoss abgebaut wurde. Dort findet künftig ein Lager der Verwaltung Platz.

Fertig zum Schuljahresbeginn

„In Zukunft wird alles heller sein. Aber um Befürchtungen gleich zu zerstreuen: Der Charakter der eigentlichen Halle mit ihrer Holzverkleidung wird erhalten bleiben“, versprach Schmidberger. Weiter werden Heizung und Lüftung erneuert, Wärmerückgewinnung, Sanitäranlagen und WC modernisiert sowie Fenster, Eingangs- und Fluchttüren ausgetauscht. Zuletzt wird noch das Hallenparkett überarbeitet. Die Sanierung ist mit 300 000 Euro angesetzt. Der in Illerkirchberg übliche Zuschuss von 30 Prozent für Vereinsinvestitionen soll später geklärt werden.

Die Fertigstellung zum Schuljahresbeginn ist dank immenser Eigenleistungen so gut wie sicher. Damit geht das Vereinsleben ganz anders vonstatten als 1906. Damals drohte der Vorstand wegen „Faulheit“ im Verein mit Rücktritt.

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