Blaubeuren Warnbake statt Einlaufschacht

Die Warnbake tut, was sie tun soll: Sie warnt. Und zwar vor einem Loch. Und das schon seit einem Jahr.
Die Warnbake tut, was sie tun soll: Sie warnt. Und zwar vor einem Loch. Und das schon seit einem Jahr. © Foto: Joachim Striebel
Blaubeuren / Joachim Striebel 04.10.2017
Statt einen Einlaufschacht zu richten, wird an der B 28 bei Gerhausen nur eine Warnbake an die Straße gestellt.

Das ist die Geschichte einer Warnbake, auch Leitbake genannt. Seit ungefähr einem Jahr steht sie treu, Tag für Tag, an der Bundesstraße 28 zwischen Blaubeuren und Gerhausen. Im vergangenen Herbst war einem Gerhauser aufgefallen, dass in der Wasserrinne am Rande der Straße der Rost eines Einlaufschachts nicht mehr ordnungsgemäß auf dem Rahmen lag. Er meldete dies der Polizei, woraufhin die Warnbake aufgestellt wurde. Anfangs hatte sie noch Gesellschaft von einer zweiten Bake gleicher Bauart. Doch am 1. Mai waren plötzlich beide verschwunden – ein schlechter Scherz, denn nichts warnte mehr vor dem Loch in der Straße. Wiederum wählte ein Gerhauser die Nummer der Polizei. Die bat den Anrufer, den Rost, der neben dem Schacht lag, wieder an die richtige Stelle zu setzen und nach den Warnbaken Ausschau zu halten. Tatsächlich war eine ganz in der Nähe im Bereich der ehemaligen Tankstelle zu finden. Seither steht die rot-weiße Bake alleine da. Genau genommen handelt es sich nicht um dieselbe, die im vergangenen Herbst aufgestellt worden war. Denn die erste ist Opfer eines Zusammenstoßes mit einem Fahrzeug geworden, bei dem sie den Kürzeren gezogen hat und zerfetzt wurde. Tatsächlich sorgt die Warnbake für eine Verengung der Fahrbahn, was besonders Lkw-Fahrern Mühe macht. In Gerhausen hofft man, dass die zuständigen Stellen im Sinne der Verkehrssicherung den Schacht bald richten werden. Dass bisher nichts geschah, liege daran, dass sich Stadt und Staat nicht einig seien, wer zuständig ist, hieß es bei einer Anfrage im Gemeinderat. Den Schacht zu reparieren, wird ja nicht so teuer kommen wie die andere Baustelle in Gerhausen hoch oben am Rusenschloss, wo das Land seine Verkehrssicherungspflicht gegenüber Wanderern ernst nimmt und für gut drei Millionen Euro Felsen und Gemäuer stabilisieren lässt.