Fulminanter als mit dem Rosenmontagsball hätte die Abschlussparty der 125. Fasnetssaison in Dietenheim wohl nicht ausfallen können. Denn mit mehr als zehn Showeinlagen  stellte Ranzenburg nochmal unter Beweis, warum es als Fasnetshochburg gilt und warum die fünfte Jahreszeit eine so gewichtige Rolle spielt.

Ins Zeug auf der Narhalla-Bühne legten sich die Kinder-, Jugend- und Prinzengarde sowie die Ranzenburger Hexen und Illergoischdr mit ihren Maskentänzen. Gastauftritte hatten darüber hinaus die  Dietenheimer Feuerwehrgarde und der Carneval Club Illertal aus Senden. Der Kombitanz der großen und kleinen Gardemädchen sowie eine fetzige Einlage der Showtanzgruppe durften natürlich nicht fehlen. Danksagungen für die närrischen Einsätze kamen vom Prinzenpaar Manne II. und Melli III. mit ihren Hofnarren Fabian Graf, Manuel Graf, Sabrina Habel, Michael Tress und Nihat Altiner sowie den Kinderregenten Hannah I. und Sebastian I.

Hollywood und Sirtaki

Ebenfalls mit von der Partie beim Rosenmontagsball waren die „Tanzmäuse“ der Handballspielgemeinschaft Illertal sowie die Turn-Übungsleiterinnen des TSV Dietenheim, die passend zum Motto „TSV goes Hollywood“, beide auch schon bei den beiden TSV-Bällen geglänzt hatten.

„Nach 125 Jahren Fasnet ist es höchste Zeit für eine Oscar-Verleihung in Ranzenburg“, verkündete Moderator Markus „Kuse“ Baur zu Beginn. Im Gegensatz zur Veranstaltung in Los Angeles tags zuvor zeige man die oscarreifen Shows dieses Mal gleich direkt auf der Bühne anstatt nur darüber zu reden. So habe man keine Kosten und Mühen gescheut, die wohl populärste Filmfigur Hollywoods nach Dietenheim zu holen. „Ich sage nur geschüttelt und nicht gerührt.“ Die Rede war natürlich von James Bond, in dessen Fußstapfen die Turnermädels alias „James Eleven“ zusammen mit einem männlichen Nachwuchsturner traten und mittels akrobatischer Figuren diverse Episoden des englischen Geheimagenten aufrollten. Und auch bei den „Golden Girls“, der Zumba-Gruppe um Claudia Mack, ging es sportlich zur Sache. Bei der Zugabe durften sogar noch Hofnarren und Besucher aus dem Publikum mit ran. Einen absoluten Klassiker des Musikfilms und eine echte Sensation der 1980er Jahre präsentierten die Übungsleiterinnen der Turnabteilung, die als „Blues Sisters“ auf die Musik der „Blues Brothers“ tanzten. Da aber spätestens seit John Travolta auch hüftschwingende Männer in Filmen en vogue sind, fassten sich die Fußballer der Spielgemeinschaft Dietenheim-Regglisweiler ein Herz und taten es der Hollywood-Legende gleich – ohne natürlich vorab noch mit ihren obligatorischen Playbacknummern die Bühne der Narrhalla zu rocken.

Exotischer Springbrunnen

  Begeisterungsstürme hatten bereits am Freitag die Gastaufritte der Feuerwehrgarde sowie der „Alten Herren“ von den Sportfreunden Sießen im Wald ausgelöst. Letztere sorgten mit ihrem exotischen Springbrunnen und griechischen Sirtaki für Heiterkeit und für die internationale Brise bei den Filmfestspielen der Ranzenburger Traumfabrik.

Info Den Abspann der Jubiläumskampagne der Ranzenburger Narrenzunft gibt es am Dienstagabend von 19.30 Uhr an mit dem Kehraus im Don-Bosco-Heim. Danach wird die Fasnet gemeinschaftlich zu Grabe getragen.